Wettbewerbe bieten viele Möglichkeiten – Austausch mit dem Mühlenkreis
Dörfer zeigen, was sie können

Minden/Lübbecke (WB/hjA). Der Kreis Minden-Lübbecke startet mit einem vielfältigen Angebot an Dorfwettbewerben in das Jahr 2020. „Unser Dorf soll schöner werden“ ist tot, es lebe der zukunftsorientierte Wettbewerb, der Dörfer mit verschiedenen Projekten und Maßnahmen in die Zukunft führt.

Freitag, 10.01.2020, 06:30 Uhr
Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Gemeinden im Mühlenkreis haben sich im Mindener Kreishaus mit den Projektverantwortlichen der drei Dorfwettbewerbe ausgetauscht, die der Kreis Minden-Lübbecke in diesem Jahr anbietet.

Bereits im vergangenen Jahr war das Interesse groß an den Angeboten „Dörfer mit Ideen!“ und „Heimat-Preis Minden-Lübbecke“, die, aufgeteilt auf je drei Preisträger, mit 6000 beziehungsweise 10.000 Euro dotiert sind. Insgesamt 39 Teilnehmer zählten die Wettbewerbe.

Preisträger waren etwa das generationsübergreifende Wohnen im Quartier, das „Dorf im Dorf“ in Nettelstedt, und die Glasfaserinitiative in Oberbauerschaft. Dort initiierten Dorf- und Straßenpaten in Zusammenarbeit mit einem Anbieter die Breitbandentwicklung für schnelles Internet.

Die Vernetzung steht im Vordergrund

„Eine Menge Initiativen sind in den Dörfern im Mühlenkreis schon vorhanden“, weiß Kreis-Wirtschaftsförderer Oliver Gubela. Früher sei das Frustrationserlebnis in den Dorfgemeinschaften häufig jedoch sehr groß gewesen, wenn es um das Organisieren der umfangreichen Vorbereitungen für den Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ ging. Mit dem neuen Ansatz der „Dörfer mit Ideen!“ und des Heimat-Preises könne nun jedoch besser sichtbar gemacht werden, was im ländlichen Raum schon alles passiert sei. Außerdem stünde die Vernetzung im Vordergrund.

Günter Obermeier, Dorfgemeinschaft Oberbauerschaft (links), und Jan Dreisörner (Digitales Dorf) haben die Glasfaserinitiative unterstützt.

Günter Obermeier, Dorfgemeinschaft Oberbauerschaft (links), und Jan Dreisörner (Digitales Dorf) haben die Glasfaserinitiative unterstützt. Foto: Eva Rahe (Archiv)

Das sieht auch Rainer Riemenschneider so, einer der zentralen Ansprechpartner für die Wettbewerbe in der Kreisverwaltung. Denn es gebe eine Menge Möglichkeiten, nach vorne zu gehen. Die Reformierung der Angebote habe gezeigt, dass der Verzicht auf die komplexen Projekte, die zuletzt Teilnehmer abgeschreckt hätten, der richtige Weg sei. Hinzu komme die Vereinheitlichung der Wettbewerbskriterien auf Kreis-, Landes- und Bundesebene.

Das gilt besonders auch für den früheren Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Seit den 1960er Jahren bis in die 1990er hinein noch der Renner, bei dem ganze Dörfer auf den Kopf gestellt und aufgehübscht wurden, brach die Teilnehmerzahl zuletzt deutlich ein. Gründe waren auch zerfallende Dorfstrukturen und damit Personalmangel bei der Organisation der komplexen Wettbewerbsteilnahme. Nur noch neun Teilnehmer zählte der Kreis Minden-Lübbecke zuletzt.

Jetzt sollen Ziele und Konzepte entwickelt werden

Nun stehen bei „Unser Dorf hat Zukunft“ die Entwicklung von Zielen und Konzepten, die Unterstützung wirtschaftlicher Initiativen und die Verbesserung der In­frastruktur im Vordergrund. Das soziale Engagement und die kulturellen Aktivitäten sind neben weiteren Faktoren wichtige Bausteine des Wettbewerbs. Den prämierten Teilnehmern winkt als Preis ein umfangreiches Beratungsangebot über Umsetzungs- und Finanzierungsmöglichkeiten für die dörflichen Projekte. Mit im Boot sind dabei neben dem Kreis, auch die Bezirksregierung und die Städte und Gemeinden.

Letztere tauschten sich am Donnerstag im Mindener Kreishaus mit den Projektverantwortlichen Oliver Gubela, Rainer Riemenschneider, Pia Steffenhagen-Koch und Heike Dühring aus. Die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen ließen sich über die verschiedenen Wettbewerbsangebote informieren und erfuhren, wie sie Unterstützung leisten können. Weitere Informationen über die Wettbewerbe und die Einreichungstermine gibt es im Internet unter der Adresse www.standort-minden-luebbecke.de.

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