Interview mit Andrew Vickers über „Celtic Rhythms direct from Ireland“ „Bei uns ist alles authentischer“

Lübbecke (WB). Die atemberaubende Irish Dance Live-Show »Celtic Rhythms« ist eine virtuose Synthese aus Tap Dance und Irish Folk Music. Das charismatische Ensemble befindet sich bis zum 15. März 2020 auf Deutschland-Tournee. In der Stadthalle Lübbecke tritt die Gruppe am Mittwoch, 19. Februar, um 20 Uhr auf. Im Interview spricht Andrew Vickers unter anderem über seine Aufgabe als Dance Captain.

Andrew Vickers hat die tänzerische Leitung bei der Show „Celtic Rhythms direct from Ireland“, die am Mittwoch, 19. Februar, in der Stadthalle in Lübbecke gastiert.
Andrew Vickers hat die tänzerische Leitung bei der Show „Celtic Rhythms direct from Ireland“, die am Mittwoch, 19. Februar, in der Stadthalle in Lübbecke gastiert.

Herr Vickers, was macht genau der Dance Captain?

Andrew Vickers: Der Dance Captain bei irischen Tanzshows hat die tänzerische Leitung während der gesamten Tournee. Das bedeutet, auch während der Spielzeit in Deutschland müssen Proben absolviert und der künstlerische Qualitätsstandard der Produktion permanent überprüft werden. Dafür bin ich verantwortlich.

Was hat das Publikum zu erwarten?

Vickers: Den Besucher erwartet eine lebendige, dynamische und ursprüngliche irische Tanzproduktion mit einer Top-Auswahl an Tänzern und Musikern, die die grüne Insel zu bieten hat. Die meisten Tänzer tanzen seit dem vierten Lebensjahr, wurden über viele Jahre im traditionellen irischen Tanz ausgebildet und gehören zur absoluten Elite Irlands. Ebenso die Liveband: Die Musiker studieren in Limerick irische Musik, übrigens die einzige Universität weltweit, wo man dieses spezielle Musikgenre studieren kann. Dieser hohe Qualitätsanspruch wird auf der Bühne eins zu eins umgesetzt.

Was unterscheidet „Celtic Rhythms direct from Ireland“ von anderen Irish-Dance-Shows?

Vickers: Im Unterschied zu vielen anderen Tanzproduktionen kommt bei „Celtic Rhythms direct from Ireland“ nichts aus der Konserve. Kein Tap und kein einziger Ton kommen vom Band – alles wird live gespielt und getanzt. Das schafft eine ausdrucksstarke Atmosphäre, die auch von der rhythmischen Kraft der Musikgruppe getragen wird. Die melodischen Linien des Akkordeons, die rhythmischen Riffs der Gitarre und die wilden und mitreißenden Melodien der irischen Fiddel (Geige) und Flöte – diese Musiker bringen das Lebensgefühl Irlands absolut authentisch auf die Bühne.

Außerdem gibt es ein eindrucksvolles Music-Battle zwischen mir und unserem BodhranSpieler Kiran Hardiman. Das sind mitreißende und beeindruckende Percussioneffekte im Wechsel von Trommel und Stepptanz.

Wie lange gibt es diese Show schon?

Vickers: Nach der Erfolgsshow „Spirit of Ireland“ mit mehr als 300.000 Besuchern in fünf Jahren, bei der ich als Dance Captain dabei war, haben wir nun eine komplett neue Show entwickelt. Im Sinne unseres Produzenten Michael Carr, der im Dezember vergangenen Jahres leider verstorben ist, haben wir uns vorgenommen, diese Erfolgsshow neu zu gestalten und weiterleben zu lassen. Die Entwicklung der Show bietet für mich als verantwortlicher Choreograph eine neue Herausforderung. Mit der Show „Celtic Rhythms direct from Ireland“ starten wir im Januar ins zweite Jahr.

Mit „Lord of the Dance“ und „Riverdance“ haben die Irish-Dance-Shows den Gipfel an Popularität erreicht. Findet „Celtic Rhythms direct from Ireland“ noch sein Publikum?

Vickers: „Riverdance“ und „Lord oft the Dance“ sind sicherlich Meilensteine in der Geschichte des Irish Dance. Ich habe selbst als Star-Tänzer mehrere Jahre für „Riverdance“ getanzt. Aber die ursprünglich irische Musik, der peitschende Rhythmus und die Power der klackenden Schuhe beim Stepptanz haben bis heute nichts an Faszination verloren. Ich denke aber auch, dass wir mit „Celtic Rhythms direct from Ireland“ einen etwas anderen Fokus setzen. Wir gehen nicht in die großen Arenen und Mehrzweckhallen, sondern ganz bewusst in Theater und Bürgerhäuser.

Meine Fähigkeiten als Tänzer kann ich in einer Live-Show besser verwirklichen als in einer Arena-Show. Bei uns ist einfach alles viel authentischer. Außerdem haben wir mit unserer Sängerin eine Musikerin im Ensemble, die einige traditionelle Lieder in Gälisch, der ursprünglichen keltischen Sprache, singen kann. Das sind Momente, die unter die Haut gehen.

Diese Livestimmung und der Konzertcharakter der Show übertragen sich nach wenigen Augenblicken direkt aufs Publikum und lassen den Besucher eintauchen in das große Lebensgefühl Irlands.

Ich kann mich an keinen Abend erinnern, an dem unsere Künstler nicht mit stehendem Beifall und Jubel für ihre authentische Leistung belohnt worden sind.

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