Demonstration der Initiative „pro ZOB“ mit zahlreichen Teilnehmern
Verkehrskonzept „unausgegoren“

Lübbecke  (WB/JP). Mitglieder und Sympathisanten der Bürgerinitiative „pro ZOB“ haben am Samstag für den Erhalt des Busbahnhofs demonstriert. Die Polizei gab die Zahl der Teilnehmer mit 194 an.

Montag, 09.12.2019, 11:47 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 12:56 Uhr
Die Demonstrationszug der Initiative „pro ZOB“ hat am Samstag vom Burgmannshof zum Busbahnhof geführt. Foto: Lücking

Es war die vierte Demonstration dieser Art seit Oktober. Die Teilnehmer stellten in ihren Wortbeiträgen und auf Plakaten unmissverständlich dar, dass sie nicht wollen, dass der ZOB an den Niederwall verlegt wird. Startpunkt der Demonstration war der Burgmannshof. Mit ihren Plakaten und Trillerpfeifen sorgten die Demonstranten in der Innenstadt für Aufmerksamkeit.

„Breite Protestbewegung“

„Ich muss sagen, dass aus der Kritik dann letztendlich so eine breite Protestbewegung geworden ist – gegen die Pläne der Stadt den Busbahnhof zu zerstören und durch Haltestellen am Niederwall zu ersetzen – damit hätte ich nicht gerechnet“, sagte Uwe Hartmeier, einer der Sprecher der Bürgerinitiative „pro ZOB“. „Und ich muss sagen, ich bin schon ein wenig stolz auf diese Bürger meiner Heimatstadt.“

Anwohner Christian Hille bezeichnete das Verkehrskonzept für die Innenstadt als „unausgegoren“. Und weiter: „Ich möchte im Zentrum der Stadt Lübbecke zukünftig nicht jeden Tag das Verkehrschaos vor Augen haben, nur weil unsere Stadtplaner nicht bereit sind, das noch einmal neu zu überdenken und die ganzen Pläne noch einmal neu zu bewerten.“ Er habe so ein bisschen das Gefühl, dass es gar kein Verkehrskonzept gäbe, meinte Hille.

Sondersitzung

Am Montag, 9. Dezember, um 17.30 Uhr findet die Sondersitzung des Lübbecker Rates statt, in der über eine Bürgerbefragung zur Verlegung des ZOB entschieden werden soll. In der Ratssitzung am Donnerstag um 16.30 Uhr soll die Abstimmung über den Vertrag mit dem Investor HBB und den Bebauungsplan am Westertor erfolgen.

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