Kreissportausschuss beschäftigt sich mit dem Thema Kampa-Halle
Ein vorsichtiger Blick nach vorn

Lübbecke/Minden (WB). Erst ist ein Blick auf den Status Quo der Nutzer der Kampa-Halle in Minden geworfen worden, anschließend wurde ein vorsichtiger Blick in die Zukunft geworfen. Der Kreisausschuss für Sport, Kultur und Tourismus hat am Donnerstag im Moorhus in Gehlenbeck getagt und dabei auch einen Bericht zur Kampa-Halle gehört.

Samstag, 07.12.2019, 08:49 Uhr

Redner Fido Gast, Sportdezernent des Kreises Minden-Lübbecke und zuständig für die Nutzung und Belegung der Kampa-Halle, betonte eingangs, dass es in seinem Vortrag nicht um bauliche Dinge ginge. „Ich möchte Ihnen die bisherige Vielfalt an Möglichkeiten im sportlichen und kulturellen Bereich darstellen. Denn wir reden bei der Kampa-Halle nicht über eine Dreifach-Sporthalle, sondern über eine multifunktionale Einrichtung für den Sport mit vielfachen Nutzungsmöglichkeiten“, sagte Fido Gast. Der Schließung der Halle hätte gravierende Auswirkungen auf die Sportlandschaft im Kreis Minden-Lübbecke.

Standort des Kreissportbundes muss mit acht hauptamtlichen Kräften aufgegeben werden

So muss nicht nur der Schulsport des Leo-Sympher-Berufskollegs gemeinsam mit dem Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in der Kreissporthalle Minden II abgewickelt werden, sondern auch die Landesleistungsstützpunkte Handball, Leichtathletik und Volleyball verlieren ihren zentralen Trainingsstützpunkt.

Das Trainings- und Wettkampfwesen im Schießsport wird sehr stark beeinträchtigt – der Schießkeller in der Kampa-Halle ist der zentrale Veranstaltungsort des Schützenkreises Minden für Meisterschaften. Sportliche Großveranstaltungen wie das Weserspucker-Fußballturnier, Deutsche Meisterschaften in verschiedenen Sportarten oder hochkarätige Turniere finden nicht mehr statt. Lehrgangsmaßnahmen von Landesfachverbänden entfallen.

Der Standort des Kreissportbundes muss mit acht hauptamtlichen Kräften aufgegeben werden. Zudem fällt die Kampa-Halle für Veranstaltungen wie Konzerte, Messen oder Betriebsversammlungen aus.

Nach dem bedenklich stimmenden Vortrag von Fido Gast übernahm Helmut Schemmann, Geschäftsführer des Kreissportbundes (KSB) das Wort. Er stellte eine erste, selbst gezeichnete Planung für einen Sport-Campus Minden vor. Er blicke optimistisch nach vorne und sehe die derzeitige Situation als Chance für eine Neugestaltung.

„Dieses Konzept ist nicht aus der Not heraus geboren“

Nach den Vorstellungen des KSB entsteht ein Zentrum für den Schul-, Vereins- und Leistungssport. In einem sogenannten Haus des Sports könnten Sport-, Büro-, Schulungs- und Lagerräume untergebracht werden. Aber auch einige Neuerungen würde das Konzept mit sich bringen. So würden auch ein Raum für die sportmedizinischen Untersuchungen sowie ein Raum für die Bewegungsförderung von Kleinkindern vorhanden sein.

„Dieses Konzept ist nicht aus der Not heraus geboren, weil die Kampa-Halle geschlossen wird, sondern ist schon seit einigen Jahren bei uns in den Köpfen“, sagte Helmut Schemmann. Er sehe das Haus des Sports als zentrale Anlaufstelle des Sports im Mühlenkreis. Helmut Schemmann sieht mehrere gute Argumente – unter anderem die angestrebte Bewerbung des Landes NRW für die Olympischen Spiele 2032 – für eine mögliche finanzielle Förderung so eines Konzepts. Der Ausschuss nahm die Ausführungen wohlwollend zur Kenntnis und bezieht diese in die weiteren Beratungen mit ein.

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