Sandra Thies wird die neue Hauptamtliche – Angebot wochentags ab 14 Uhr Jugendbistro öffnet im Januar

Lübbecke (WB/fn). Das Lübbecker Jugendbistro im Alten Amtsgericht wird Anfang 2020 wieder eröffnet – unter neuer Trägerschaft und mit neuer Hauptamtlicher. Das ist am Dienstag im Jungendausschuss bekannt gegeben worden.

Das Jugendbistro im Alten Amtsegricht in Lübbecke.
Das Jugendbistro im Alten Amtsegricht in Lübbecke. Foto: Christian Busse

Seit 2010 hatte es unter den Namen Selfmade Diner und Court 5 Jugendarbeit im Alten Amtsgericht an der Gerichtsstraße gegeben. Der Lübbecker CVJM hatte dort offene Jugendarbeit mit dem Schwerpunkt auf Jugendliche angeboten. 2016 hatte es dann Streit mit der Stadt um die weitere Finanzierung des Angebots gegeben. Unter anderem die CDU hatte sich für eine Erhöhung des Zuschusses eingesetzt, war damit aber nicht durchgedrungen. Anfang 2017 schloss das Court 5 schließlich – nach diversen Gesprächen und einem Notbetrieb – seine Türen. Ehrenamtliche um Bernd Porps waren aber weiter im Hintergrund tätig und wollten eine eigenständige Arbeit auf die Beine stellen, suchten sich aber dann doch mit der Diakonie Lübbecke einen professionellen Partner. Gemeinsam mit Diakonie-Geschäftsführer Lutz Schäfer berichteten sie nun am Dienstag im Jugendausschuss von ihren Plänen.

»Wir sind soweit«, sagte Lutz Schäfer und verwies auf nicht absehbare Verzögerungen. Denn eigentlich hatte es viel schneller losgehen sollen. Zuletzt hakte es daran, eine geeignete Person für die hauptamtliche Leitung des Angebots zu finden. Die konnte nun mit der Pädagogin Sandra Thies (40) aus Eidinghausen gefunden werden.

Im Januar wird sie gemeinsam mit dem Ehrenamtlichen-Team die Räume im Alten Amtsgericht wieder regelmäßig für mindestens 20 Stunden öffnen, so die Absprache mit dem Kreisjugendamt, das gemeinsam mit der Stadt für die Finanzierung aufkommt. Die Bezuschussung der Stadt soll dieses Mal, so versicherte es Bürgermeister Frank Haberbosch, regelmäßig leicht erhöht werden, um tarifliche Lohnsteigerungen aufzufangen.

Geplant ist die Öffnung des Jugendbistros wochentags von 14 bis 18 Uhr, freitags bis 20 Uhr. Mittwochs sollen die Räume zeitweise für das Café International reserviert bleiben. Auch eine Samstagsöffnung ist einmal im Monat angedacht, dann vor allem für Workshops. Gruppenangebote und Sonderveranstaltungen sollen mittelfristig folgen, kündigte Lutz Schäfer an. Er geht davon aus, dass eine breites Spektrum an Kindern und Jugendlichen die offene Tür nutzen werden, darunter aber sicher viele Jugendliche mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung in das Jugendbistro sein werden. Inwieweit das Alte Amtsgericht eher ein Anlaufpunkt für Jugendliche sein werde und im Jugendzentrum am Markt Jüngere betreut werden, das solle die Zukunft bringen, kündigte Bodo Borchard vom JAM eine enge Zusammenarbeit an.

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