Pötting’sches Haus in Lübbecke wird saniert – Neubauten an der Danzelstätte Brände und Pläne

Lübbecke (WB). Feueralarm in Lübbecke: Gleich dreimal hat es seit Juli in leer stehenden Häusern gebrannt, zuletzt in der Nacht zu Mittwoch im Pötting’schen Haus am Marktplatz. Die Polizei kann wegen der erheblichen Zerstörungen im Bereich des Brandherdes nicht sagen, wieso das Feuer ausgebrochen ist.

Von Kai Wessel
In der Nacht zu Mittwoch hat die Lübbecker Feuerwehr einen Brand im Pötting’schen Haus am Marktplatz gelöscht. Der Besitzer des Hauses hat eine umfassende Sanierung geplant. Die soll im Frühjahr 2020 beginnen.
In der Nacht zu Mittwoch hat die Lübbecker Feuerwehr einen Brand im Pötting’schen Haus am Marktplatz gelöscht. Der Besitzer des Hauses hat eine umfassende Sanierung geplant. Die soll im Frühjahr 2020 beginnen. Foto: Feuerwehr Lübbecke/Björn Schröder

Letztlich können die Ermittler auch im Pötting’schen Haus eine vorsätzliche Brandstiftung nicht ausschließen. Im Falle des Feuers an der Danzelstätte in der Nacht zum 22. September und beim Feuer an der Niedertorstraße am frühen Morgen des 28. Juli steht Brandstiftung als Ursache fest. Polizeisprecher Ralf Steinmeyer nannte diese Tatsache »beunruhigend«. Die Ermittlungen der Polizei würden andauern.

Neubaupläne liegen vor

Während die Trümmer an der Niedertorstraße – Eigentümer ist die Eduard Gerlach GmbH – inzwischen beseitigt sind und ein Parkplatz entstanden ist, sind an der Danzelstätte derzeit noch ein paar verkohlte Reste des Hauses zu sehen. Wie die Eigentümerin – die Familie wohnt seit 1988 in Lübbecke – im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte, habe sie eine Abbruchfirma aus Lüneburg mit den Abrissarbeiten beauftragt. »Leider war das Haus nicht versichert.« Bei der Stadt sollen bereits die Neubaupläne vorliegen: »Wir werden drei Atelierhäuser mit vier Etagen auf dem Grundstück des Hauses errichten, das jetzt abgebrannt ist. Sie werden sich architektonisch gut in die Umgebung einfügen«, sagt die Bauherrin. Auch auf dem Eckgrundstück zum Steinweg soll ein neues Haus (mit Innenhof) entstehen. Vorgesehen ist, die Atelierhäuser zum Kauf anzubieten. Schon jetzt gäbe es Interesse. In eines der Häuser will die Familie selbst einziehen.

Detaillierte Pläne gibt es auch am Marktplatz. Das Pötting’sche Haus soll von Grund auf saniert werden, sagte der Eigentümer (46) auf Anfrage dieser Zeitung. Beginnen soll die Sanierung im Frühjahr, zum 1. Januar 2021 soll sie abgeschlossen sein. Ins Erdgeschoss des Gebäudes soll wieder ein Gewerbe einziehen. Der Shisha-Bar wurde gekündigt. In Gesprächen mit der Stadt seien die Pläne für das denkmalgeschützte Haus wohlwollend aufgenommen worden, teilt der Gehlenbecker mit. Darüber hinaus sei er »heilfroh«, dass die Feuerwehr den Brand am Mittwoch löschen konnte und auf diese Weise einen schlimmeren Schaden am Haus verhindert hat.

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