Heinen-Esser erhöht den Druck – Zustimmung bei Schlachtereien
Für Videoüberwachung

Düsseldorf/Rheda-Wiedenbrück/Lübbecke (WB/in). NRW-Umweltministerin Ursula Heinen Esser (CDU) erhöht den Druck auf Schlachtbetriebe, die ihre Arbeit nicht auf freiwilliger Basis mit Videokameras überwachen lassen wollen. »Diese Betriebe werden wir durch andere Kontrollen stärker in den Fokus nehmen müssen«, sagte Heinen-Esser der »Rheinischen Post«.

Dienstag, 08.10.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 07:38 Uhr
Der Fleischkonzern Tönnies lässt den Schlachtbetrieb schon seit Jahren durch Kameras überwachen. Foto: dpa

Eine neue Tiergesundheitsdatenbank, in der Informationen zu Nutztieren von Haltern, Schlachthöfen, amtlichen Kontrollen und Transportkontrollen zusammenfließen, soll dabei helfen. »Die Tierärzte können dann sehr genau sehen, ob irgendwo etwas schiefläuft« , sagte Heinen-Esser. Die Ministerin hatte in der vergangenen Woche eine neue Nutztierstrategie vorgestellt.

Bei Tönnies schon seit vielen Jahren im Einsatz

Große Schlachtbetriebe in NRW begrüßten die Ankündigung Heinen-Essers. Bei Tönnies (Rheda-Wiedenbrück) seien die Videokameras schon viele Jahre im Einsatz erklärte Pressesprecher André Vielstädte am Rande der Kölner Ernährungsmesse Anuga: »Schon aus Gründen der Chancengleichheit hat die Ministerin unsere volle Unterstützung.« Allerdings müssten für eine Weitergabe an amtliche Stellen zunächst noch Fragen des Daten- und Mitarbeiterschutzes geklärt werden.

Ebenso äußerte sich Westfleisch (Münster). Videos würden schon jetzt zur Sicherung der Qualitätsstandards eingesetzt. Zudem überwachen Videokameras alle kritischen tierschutzrelevanten Bereiche wie Anlieferung, Zutrieb, Betäubung und Schlachtung. Das Prinzip der »Prävention und Dokumentation« werde auch im Westfleisch-Schlachthof in Lübbecke eingesetzt.

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