Sanierung des Jugendzentrums am Markt hat begonnen – »Open Baustelle« am Feiertag
Aller Anfang ist staubig

Lübbecke (WB). Es staubt im Jugendzentrum am Markt (JAM). Auf dem Boden liegen herausgerissene Holzteile, abgeschraubte Lampen, Kabel, und Schutt. Die alte Theke ist verschwunden. Von ihr sind nur noch Trümmer übrig. Der Hauptraum des JAM gleicht einer Baustelle. In der nächsten Woche soll die größte Renovierung seit 30 Jahren beginnen.

Mittwoch, 02.10.2019, 18:21 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 18:26 Uhr
Im JAM ist es düster und staubig. Friederike Hoffmeier schiebt Schutt und Holz mit dem Besen auf einen großen Haufen. Foto: Kai Wessel

Alles muss raus, nur der Boden bleibt drin. Bis nächsten Montag muss der Hauptraum quasi entkernt und besenrein sein, sagt Friederike Hoffmeier, Vorstandsmitglied des CVJM Lübbecke. Dann soll es eine Begehung mit Handwerkern geben, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Bis dahin soll auch Jugendreferent Bodo Borchard wieder vor Ort sein. Er weilt derzeit im Urlaub und verpasst die erste Arbeitswoche im JAM.

»Kommen besser voran, als gedacht.«

Von dem, was über viele Jahre im zentralen Raum des Jugendzentrums gestanden hat, ist nach drei Tagen Arbeit nur noch wenig zu sehen. Neben der Theke verschwand auch die vertraute Empore mit der Sitzecke. »Wir kommen besser voran, als wir gedacht haben«, sagt CVJM-Vorstand Christoph Dau (39). Er ist Maurer- und Betonbaumeister. Mit Mundschutz und Schlagbohrer bearbeitet Dau eine Wand. In der Wand sollen Leitungen versteckt werden, die jahrelang kreuz und quer durch die Räume verliefen und für jedermann sichtbar waren.

An der inneren Eingangstür des Jugendzentrums steht Sozialarbeiter Matthias Bongartz (45). Die Tür ist weg, aber der Rahmen ist noch da. Bongartz wuchtet einen Vorschlaghammer gegen den Rahmen, ohne dass es Folgen hätte. »Das ist komplizierter, als ich dachte«, sagt Bongartz und greift zur Flex.

Schrottberge auf der Terrasse

Der Schrott, der bei der Arbeit entsteht, wird auf der Terrasse zwischengelagert. Dort türmen sich Berge von Kleinholz und Müll. »Wer was davon haben will, kann es gerne abholen«, sagt Christoph Dau. Das unbehandelte Holz sei sicher gut für den Ofen. Je weniger der CVJM selbst entsorgen müsse, umso geringer seien am Ende die Kosten, sagt Dau.

Geld ist knapp

Die werden vom CVJM auf insgesamt 55.000 Euro taxiert. »Wir haben etwa 13.000 Euro. Deshalb wollen wir viel in Eigenleistung erbringen«, sagt Friederike Hoffmeier. Unterstützung kam von der Stadt, die einen Zuschuss in Höhe von 3833,33 Euro gewährte, und durch Spenden. Zuletzt erhielt der Verein 3600 Euro vom Bierbrunnenfest. Beim Kinderfest vor der Andreaskirche spendeten die Besucher gut 100 Euro.

Bei der Auftragsvergabe setzt der CVJM vor allem auf heimische Handwerksbetriebe, darunter die Elektrofirmen Badzio (Espelkamp) und Schürmann (Fiestel) sowie der Malerbetrieb Kühn (Lübbecke). Inhaber Simon Kühn habe früher seinen Zivildienst beim CVJM abgeleistet, sagt Hoffmeier.

»Open Baustelle«

Für den Tag der Deutschen Einheit lädt der CVJM zur »Open Baustelle« ein. Von 11 bis 22 Uhr können interessierte Bürger im Jugendzentrum selbst mit anpacken. »Die Holzlatten an der Decke müssen noch raus«, sagt Christoph Dau. Darüber hinaus habe sich reichlich Staub angesammelt, der mal gewischt werden könnte. Hilfreich sei auch jemand, der eine Schubkarre mitbringt. Wer aktiv werden will, sollte Arbeitshandschuhe mitbringen.

Die Küche des JAM ist von der Sanierung nicht betroffen. Hier will Friederike Hoffmeier am Herd stehen, um Helfer und Besucher mit Hot Dogs zu versorgen. Getränke sind vorhanden, eine weitere Kistenspende wäre willkommen.

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