Wilhelm Tempelmeier wird für 50 Jahre bei der SPD geehrt
Ein Denker und Lenker

Lübbecke (WB/ko). Wilhelm Tempelmeier aus Gehlenbeck ist beim Sommerfest der SPD für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt worden. Er erhielt dafür die Goldene Ehrennadel und eine Urkunde.

Mittwoch, 04.09.2019, 06:00 Uhr
Lothar Ibrügger (links), ehemals SPD-Bundestagsmitglied, ehrt Wilhelm Tempelmeier mit der Goldenen Ehrennadel. Foto: Kokemoor

Der 90-Jährige, Träger des Bundesverdienstkreuzes und Besitzer des Ehrenbriefes und der Willi-Brandt-Gedenkmünze, ist über den Ort hinaus ein Denker und Lenker, der viel für Gehlenbeck und das Lübbecker Land bewegt hat. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Lothar Ibrügger, der die Ehrung vornahm, bezeichnete ihn als Vorbild.

Inge Hoffmann, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Gehlenbeck-Eilhausen, gratulierte dem Jubilar im Namen der 55 Mitglieder, von denen neben weiteren Weggefährten viele bei diesem Grillabend zugegen waren. »Willi, du hast viel Gutes für Gehlenbeck getan«, sagte Hoffmann. Sie würdigte die Verdienste, hob dabei insbesondere sein langjähriges Wirken als Ortsvorsteher, sein Engagement in Rat und Verwaltung und Bauausschuss, die Gründung des Heimatvereins und den Bau des Heimathauses sowie seinen Einsatz für den Bau eines Supermarktes im Dorf hervor.

Wegbereiter der Aufbaugeneration

Lothar Ibrügger bezeichnete Wilhelm Tempelmeier als einen Wegbereiter der Aufbaugeneration nach dem Zweiten Weltkrieg. Er habe den richtigen Weg eingeschlagen. Er dankte dem Goldjubilar für dessen Einsatz und Leistung für das Lübbecker Land in den Jahren der kommunalen Neugliederung. Durch sein behutsames Wesen und seine besondere Art schaffte er es, andere zu überzeugen. Ibrügger meinte, dass es Dank der Arbeit Wilhelm Tempelmeiers im ländlichen Raum noch rote Leuchttürme gebe.

Der stellvertretende Bürgermeister Lübbeckes, Karl-Friedrich Rahe, würdigte Wilhelm Tempelmeier als wichtigen Pfeiler der Stadtentwicklung. Wilhelm Tempelmeier sagte, dass sein Vater, der als Bürgermeister von Gehlenbeck kommunalpolitisch aktiv war, für ihn Vorbild war. Nach Kriegsende sei er 16 Jahre alt gewesen, Parteien, Gewerkschaften und Vereine habe er nicht gekannt. Die Grundwerte der SPD, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, hätten ihn überzeugt. Gern erinnerte er sich an Zeiten, in denen die SPD in Gehlenbeck 60 Prozent der Stimmen bei den Wahlen hatte. Mit Blick auf heute wünschte er der SPD einen Aufschwung in den nächsten Jahren.

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