Bernd Kleffmann geht seit seiner Kindheit regelmäßig am Mittellandkanal angeln
Kurzurlaub am Kanalufer

Lübbecke (WB). An vielen Stellen am Ufer des Mittellandkanals sieht man sie mit ihren Ködern und Campingstühlen sitzen: die Angler. Einer von ihnen ist Bernd Kleffmann. Der 53-jährige Lübbecker geht zwei bis drei Mal die Woche an den Kanal, um beim Fischfang seine Seele baumeln zu lassen.

Freitag, 09.08.2019, 12:00 Uhr
An der »Heuwegbrücke« trifft man Bernd Kleffmann regelmäßig mit Campingstuhl und Angelrute. Beim Angeln kann der 53-jährige Lübbecker gut abschalten und seinen Gedanken in aller Ruhe freien Lauf lassen.

Die Grillen zirpen, die Sonne scheint und im Hintergrund plätschert der Kanal. Inmitten dieser Idylle sitzt Bernd Kleffmann. Der 53-Jährige besitzt seit mehr als 40 Jahren einen Angelschein und geht regelmäßig an den Mittellandkanal.

»Angefangen hab ich damals, als mich meine großen Brüder mit zum Angeln an einen See genommen haben. Seitdem lässt es mich nicht mehr los«, sagt Kleffmann. Dabei sei es ihm besonders wichtig, auch mal raus in die Natur zu kommen, weg von dem ganzen »Computer-Stress«, den es heutzutage gäbe. »Es ist einfach schön, ein bisschen in der Natur zu sein.«

Sohn angelt auch

Was ihn dabei allerdings häufiger störe, sei der Müll einer naheliegenden Fast Food Kette, den man immer wieder am Kanalufer findet. »Es ist ja schön und gut, dass die jungen Leute zum Feiern und Spaß haben hinkommen. Aber dann sollen sie bitte danach ihren Müll entsorgen«, sagt der Hobbyangler.

Auch die nächste Generation konnte Kleffmann schon für sein Hobby begeistern. »Ich habe damals meinen Sohn mitgenommen. Heute ist er 23 und geht immer noch gerne angeln. Das macht mich ein bisschen stolz.« Er fahre sogar ab und zu mit dem Sohnemann nach Dänemark um ein bisschen »Vater-Sohn-Zeit« zu verbringen. Dort würden sie zu zweit durchs Meer gehen und nebenbei mit ihren Ködern versuchen, den ein oder anderen Barsch zu fangen. »Die Reise nach Dänemark ist schon ein bisschen zur Tradition geworden und ist immer eine schöne Möglichkeit für mich, einfach mal alleine mit meinem Sohn Zeit zu verbringen.«

Manchmal gehen sie sogar zum Nachtangeln, das habe einen besonderen Reiz wegen der ruhigen, entspannenden Atmosphäre.

Vor der Haustür

Meistens trifft man Kleffmann morgens oder abends am Kanal, »Das ist die beste Zeit zum Angeln, weil es gerade im Sommer dann nicht so unerträglich ist«, sagt der 53-Jährige.

Aber warum Angeln ausgerechnet am Kanal? »Es ist einfach schön für mich als Lübbecker so einen Ort zum Angeln direkt vor der eigenen Haustür zu haben.« Außerdem sei die Vielfalt an Fischen und die Wasserqualität des Kanals erstaunlich gut. »Von Barsch bis Rotfeder kann man hier alles fangen.«

Am Ende landet dann der Fang meistens zuhause in der Pfanne, die großen Raubfische werden zubereitet und mit der ganzen Familie beim gemeinsamen Essen verspeist.

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