Gruppe zeigt Choreographie zum Lied »Die Gedanken sind frei« auf dem Marktplatz
Theater zwischen Obst und Gemüse

Lübbecke (WB/vw). Der Ort der Aufführung mutete etwas skurril an, aber er war bewusst gewählt. Ein Theaterworkshop hat sich für die Abschlussaufführung den Lübbecker Marktplatz ausgesucht. Zwischen Fisch und Fleisch, zwischen Obst und Gemüse trug die Gruppe ihre Choreographie vor.

Donnerstag, 01.08.2019, 06:00 Uhr
Die Schlussszene (von links): Cathrin Wöstenfeld, Martin Ritter, Daniel Rimmert, Rebekka Seelhöfer, Angela Carlos, Nicole Zielke, Andreas Weber und Mitja Brinkkötter. Foto: Viola Willmann

Das Thema des Workshops lautete »Die Gedanken sind frei«, auf Grundlage des bekannten politischen Volksliedes. Seit Montag hatten die Teilnehmer in der Alten Lübber Volksschule in Hille zusammengesessen, Ideen gesammelt und geprobt. »Theater spielen bietet so viele Möglichkeiten. Jeder kann mit seinem Talent etwas beitragen«, sagte Mitja Brinkkötter. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland, Anbieter des Workshops waren die Lebenshilfe sowie die Theaterwerkstatt Bethel in Bielefeld.

»Wir haben uns ganz bewusst für den Marktplatz hier entschieden. Er ist zentral und bietet ein öffentliches Publikum. Hier findet Leben statt«, sagte Nicole Zielke, die den Workshop zusammen mit Daniel Rimmert leitete. Und so blieben auch sofort einige Passanten stehen, als Musik aus einer Box erklang und die Schauspieler den Platz zwischen den Marktständen betraten. Dabei blieben sie zunächst stumm, bedienten sich Gesten der Freiheit, wie dem Victoryzeichen und der Einengung. »Wir saßen zunächst zusammen und haben ganz viele Ideen gesammelt. Jeder konnte sich einbringen«, sagte Zielke.

Reichlich Applaus

So entstanden ganz unterschiedliche Szenen: Mal sangen Daniel Rimmert und Martin Ritter mit voller Inbrunst das Lied, mal las Andreas Weber Gedanken zum Thema vor, aber auch eine kubanische Trommlerin, Jesus, Maria Callas oder Sophie Scholl, die das Lied »Die Gedanken sind frei« vor den Gefängnismauern für ihren Vater auf einer Blockflöte gespielt hatte, wurden dargestellt. Am Ende der 15-minütigen Darbietung gibt es reichlich Applaus. Martin Ritter freut sich: »Applaus ist für den Schauspieler das A und O.«

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