Blasheim, Obermehnen und Stockhausen feiern 1050 Jahre – Attraktionen für Kinder
Und zum Fest gibt’s die Dorfchronik

Lübbecke (WB). Drei Ortsteile haben am Samstag ein großes Fest gefeiert: 1050 Jahre gibt es die Dörfer Blasheim, Obermehnen und Stockhausen – damit sind sie älter als historische Städte wie Berlin oder Leipzig. Pünktlich zum Geburtstag wurde eine Dorfchronik der Altgemeinde Blasheim veröffentlicht.

Montag, 08.07.2019, 08:06 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 08:50 Uhr
Zur Geschichte Blasheims wurde auch eine Dorfchronik verfasst (von links): Walter Hoffmann, Gerd-Heinrich Niemeyer, Friedrich Klanke, Klaus-Jürgen Bernotat und Christel Droste. Foto: Jessica Eberle

Monatelang hatten die Ortsheimatpfleger und Ortsvorsteher Walter Hoffmann, Torsten Stank und Karl-Friedrich Rahe an der Planung des Festakts gearbeitet. Das Ergebnis konnte sich am Samstag sehen lassen:  Die Tische und Bänke waren von den Dorfbewohnern aus Blasheim, Obermehnen und Stockhausen vollständig besetzt.

1050 Jahre Blasheim

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  • 1050 Jahre Blasheim
Foto: Jessica Eberle
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Glücksrad und Seilspringen

Besonders die Familien hatten sich auf den Plätzen an der Kirche versammelt. So auch Großmutter Irmhild Bösch und ihre Enkelin Lina aus Obermehnen: »Das Fest gefällt uns sehr gut. Wir haben schon das Glücksrad und Seilspringen ausprobiert. Die Auswahl ist sehr groß«, sagte Bösch.

Für das Programm hatten die Organisatoren einige Unterhaltungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Kinder freuten sich über Hüpfburg, Wurfspiele, Treckerfahrt, Bogenschießen und Tennis. Die Erwachsenen konnten derweil die Ausstellung einiger historischer Bilder in der Kirche genießen und einen Aufstieg im Kirchturm wagen.

Attraktion aus Tonnenheide

Eine Attraktion waren auch die Strickeschläger aus Tonnenheide. Sie zeigten, wie die Bauern früher ihre eigenen Seile herstellten. Als Material dienten ihnen die Bänder, mit denen Strohballen zugeschnürt werden. Die Kinder durften die Farbe dieser Bänder auswählen. Mit einer Kurbel wurden die Schnüre ineinander verdreht, bis der fertige Strick entstand. Der neunjährige Philip aus Blasheim durfte das fertige Stück als Springseil testen und konnte ein positives Fazit abgeben.

In den Innenräumen der Kirche hatten die Besucher der Ausstellung die Gelegenheit, einige private Bilder aus den Dörfern Obermehnen, Blasheim und Stockhausen zu begutachten. Viele der Stücke kamen von den Lichtfreunden, die das alltägliche Dorfleben von damals dokumentiert hatten. Passend zu der Ausstellung hatten Stadtarchivarin Christel Droste, Ortsheimatpfleger Gerd-Heinrich Niemeyer, Historiker Sebastian Schröder und Helmut Hüffmann (Stadtarchiv) eine Chronik der Altgemeinde Blasheim veröffentlicht.

Erinnerung an 1000-Jahr-Feier

Das Buch gibt unter anderem Aufschluss darüber, wie sich die Wappen der drei Ortsteile entwickelt haben, wie Blasheim zur selbstständigen Kirche wurde und warum der Blasheimer Marktplatz vermutlich älter ist als gedacht. Auch Fotos der 1000-Jahr-Feier der Gemeinde Blasheim sind in der Chronik enthalten.

Zu Gast war auch der Kreisheimatpfleger Friedrich Klanke. Er machte auf die lange und bewegte Geschichte Blasheims aufmerksam. Schon im 10. Jahrhundert sei das Dorf zum ersten Mal in einer Urkunde des Mindener Bischofs Milo erwähnt worden. Bürgermeister Frank Haberbosch sagte, Blasheim könne auf einen »Brocken« Historie zurückblicken. Er lobte die starken Dorfgemeinschaften.

Sport und Kirche schaffen Zusammenhalt

Ortsvorsteher Karl-Friedrich Rahe hob ebenfalls den Zusammenhalt hervor: »Was uns verbindet, sind der Sportverein, der BSC und die Kirche«, sagte er. Zwischen den Reden wurden die Besucher musikalisch unterhalten. Der Posaunenchor spielte unter Leitung von Martin Fröhlich. Die Grundschule Blasheim war zu hören und zu sehen. Die Tanz-AG führte Tänze aus aller Welt vor, der Schulchor präsentierte Werke aus einem Musical.

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