Jubiläum in Stockhausen: Waldorf-Kita feiert 25-jähriges Bestehen
Kinder, wie die Zeit vergeht

Lübbecke-Stockhausen (WB/wk). An der Wand hängen Gruppenbilder von Mädchen und Jungen, die im Waldorfkindergarten in Stockhausen einen Teil ihrer Kindheit verbracht haben. Jetzt hat die Einrichtung auf ihre 25-jährige Geschichte zurückgeblickt – mit Käse, Weintrauben, Gurken und Möhren.

Freitag, 05.07.2019, 10:23 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 10:30 Uhr

Unter den Gästen beim Jubiläumsfest waren unter anderem jene Frauen, deren Konterfei ebenfalls auf den Bildern an der Wand zu sehen ist. Gabriele Kynast (68) und Angelika Lienke (70) waren die ersten Leiterinnen des Waldorfkindergartens in Lübbecke. Viele ihrer ehemaligen Schützlinge erkannten sie auf Anhieb wieder. Angelika Lienke sagte, so viel habe sich in den vergangenen Jahren auch gar nicht verändert: »Die Grundzüge sind gleich geblieben.« Hinzu gekommen sei eben nur die Mittags- und die U3-Betreuung.

»Ich habe es nie bereut, das war die richtige Entscheidung«

Die Anfänge der Waldorfpädagogik in Lübbecke reichen bis ins Jahre 1989 zurück. Als ein Feuer die Gaststätte und Discothek »Stockhauser Busch« zerstörte, bot sich die Gelegenheit, hier einen neuen Kindergarten zu errichten. In enger Absprache mit Eberhard von der Recke wurde die Kita nach den Wünschen der Waldorf-Pädagogen gebaut. Vermieter Eberhard von der Recke erklärte, dass er die Entscheidung heute noch einmal so treffen würde: »Ich habe es nie bereut, das war die richtige Entscheidung.« Er hoffe, dass der Kindergarten noch viele gute Jahre vor sich hat.

Seit 2015 leitet die 31-jährige Jana Hagemeier den Waldorf-Kindergarten. 24 Kinder betreut sie, gemeinsam mit fünf Erzieherinnen und zwei Jahrespraktikanten. Neben der Ausstattung schätzt Jana Hagemeier besonders die Nähe zum Wald, zu dem ein direkter Zugang vom Gelände aus besteht.

»Die schicken jetzt ihre eigenen Kinder zu uns«

Beim Fest konnte Hagemeier vor allem auch Ehemalige begrüßen: »Die schicken jetzt ihre eigenen Kinder zu uns.« Das sei ein Zeichen, dass Eltern, die die Waldorfpädagogik selbst erlebt hätten, sie für gut und sinnvoll hielten. Siegfried Gutsche erklärte, dass mit dem Bau der Waldorfschule in Minden-Haddenhausen auch eine weiterführende Perspektive für die Kinder bestünde.

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