»Lübbecke on tour«: Besucher können an 27 Stationen das Dorf erleben
Hoch hinaus in Nettelstedt

Lübbecke/Nettelstedt (WB). Ob Abseilen im Kirchturm oder Hochziehen lassen im Ballon am Kran: In Nettelstedt ist es am Wochenende auch im wörtlichen Sinne hoch hergegangen. Wer nicht so höhenfest war, konnte bei »Lübbecke on tour« in der östlichsten Ortschaft an 25 weiteren Stationen Spaß haben und Punkte sammeln.

Montag, 03.06.2019, 08:32 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 08:40 Uhr
Lea-Luisa Lübbert aus Gehlenbeck traut sich und sammelt beim Abseilen im Nettelstedter Kirchturm eine Stempel für »Lübbecke on tour«. Jugendreferent Dieter Riechmann legt die Karabiner an den Gurten an und gleich geht es in die Tiefe. Foto: Arndt Hoppe

»Auf nach Nettelstedt« lautete am Sonntag das Motto für den Aktionstag, den Lübbecke Marketing initiiert hat, um nach und nach das Augenmarkt auf alle Ortschaften zu richten. Und die Nettelstedter Dorfgemeinschaft mit ihren Vereinen , die Kirchengemeinde und zahlreiche Geschäfte hatten sich ein viel einfallen lassen, damit bei den Teilnehmern der Dorfrallye keine Langeweile aufkam.

»Lübbecke on tour« zu Gast in Nettelstedt

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  • »Lübbecke on tour« zu Gast in Nettelstedt
Foto: Arndt Hoppe
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Ein zentraler Punkt war die Nettelstedter Grundschule und ihr Schulhof. Dort waren gleich mehrere Stationen aufgebaut, an denen sich Besucher Stempel erarbeiten konnten. Am Stand des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Nettelstedt und der Landfrauen verdiente sich die kleine Lara einen Stempel. Sie schaffte in einer Minute eine Tasse voll Wasser aus dem künstlichen Euter zu melken. »Papa hat aber viel mehr geschafft«, sagte sie.

Melken wie die Weltmeister

»Mit zwei Litern war er schon sehr gut«, bestätigte Rainer Arning, Vorsitzender des Ortsvereins. »Die Besten liegen so bei etwa 2,5 Litern.« Am Stand der Landwirte konnten die Gäste auch ihr Wissen unter Beweis stellen und acht verschiedene Saaten den richtigen Namen zuordnen. »Bis auf Dinkel werden die alle bei uns angebaut«, verriet er. Der Ortsverein hatte außerdem noch einige neue und historische Landmaschinen ausgestellt.

Wenige Meter weiter konnten (nicht nur) Kinder bei der Freiwilligen Feuerwehr ihre Treffsicherheit mit dem Wasserstrahl testen. In kurzer Zeit hatte Charlotte alle hölzernen Flammen umgespritzt und erhielt dafür auch einen Stempel. Eine Herausforderung ganz anderer Art war das Erschmecken von zehn verschiedenen englischen Chips-Sorten am Stand von »Michelle’s Specialties«. Melanie Haseloh musste ihren Mann Pascal bei einer Sorte zu Hilfe rufen. Wie aus der Pistole geschossen lautete seine Antwort: »Smoky Bacon!« Als er aber weiterprobierte begann das Rätseln. »Zuerst war ich mir sicher. Jetzt schmeckt irgendwie alles gleich.«

Zwischen Gesang und historischen Mopeds

Beste Laune herrschte am Stand des Chors Querbeet. Dort gab es einen Stempel für alle, die einen Zettel mit einem Liedertitel zogen und dieses dann anstimmten. Ob es richtig oder gut gesungen war, war für den Stempel nicht entscheidend. Die »50 ccm Freunde« Nettelstedt präsentierten auf dem Schulhof eine ganze Reihe historischer Mopeds. »Bei uns gilt es das Alter einer italienischen ›Gilera 50 cc‹ zu schätzen«, sagte Vorsitzender Ernst Kottkamp.

Für einen Stempel vom Stand der Freilichtbühne vor der Nettelstedter Kirche genügte es, sich mit bunten Kleidern und Hüten aus dem Fundus zu schmücken. Und die lustige Aufnahme aus der Fotobox gab es zudem kostenlos dazu. Merle Kracht gesellte sich gern im Kostüm ihrer nächsten Rolle dazu. »Ich spiele in unserem nächsten Abendstück ›Die Nibelungen – eine Gaunerkomödie‹ die Krimhild«, verriet sie. »Die Proben für die Komödie sind schon sehr vielversprechend.«

Kühle im Kirchturm

Herrlich kühl war es an diesem heißen Tag im Turm der Kirche. Dort seilte Jugendreferent Dieter Riechmann zusammen mit Sören Lorenzen zahlreiche Mutige im Treppenhaus des Glockenturms ab. »Zuerst ist der Augenblick, wenn man das Geländer loslässt, eine Überwindung, da schießt das Adrenalin in die Adern«, sagt Riechmann. »Aber dann kann dieser Kick auch ein bisschen süchtig machen.« Lea-Luisa Lübbert stieg beherzt über das Geländer und sah im ersten Moment nach dem Loslassen nicht mehr so entspannt aus. Unten angekommen war ihr Gesicht trotz der Kühle im Turm gerötet, aber sie sagte: »Ja, das hat Spaß gemacht.«

Um an der Verlosung für die Siegerpreise der Rallye mitzumachen, musste nicht jeder diese Mutprobe bestehen. Es reichten 18 der 27 Stationen. Die Gewinner wurden Sonntagabend gezogen.

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