Skulpturen von Bildhauer Nils Grube: 50 Besucher wohnen Vernissage im Speicher bei
Nachhaltige Werke

Lübbecke (WB). Der Bildhauer Nils Grube hat seine neue Ausstellung im Speicher am Burgmannshof mit dem Titel »Drei – Dimensionales Denken« eröffnet. Noch bis zum 2. Juni sind seine Werke in den historischen Räumen ausgestellt.

Donnerstag, 09.05.2019, 05:00 Uhr
Bei der Eröffnung im Speicher: (von links) Anke Steinhauer (Vorsitzende des Kunstvereins Lübbecke), Bahadir Gür (stellvertretender Vorsitzender) und Nils Grube. Foto: Jan Lücking

»Als Bildhauer möchte ich den ganzen Raum mit meinen Skulpturen bespielen. Hier im Speicher am Burgmannshof freue ich mich über die Möglichkeit, auch meine großen Arbeiten zeigen zu können. Die Größe der Objekte ist der Größe der Räume angepasst«, sagte der studierte Bildhauer Nils Grube über seine aktuelle Ausstellung. Im Erdgeschoss ist so genug Platz für die großen Holzskulpturen des Bildhauers, so dass etwa die große schwarze Skulptur mit erhobenen Armen und dem Titel »Open Mind« auf den Betrachter wirken kann.

50 Besucher zur Eröffnung

Im Obergeschoss nimmt eine Installation aus zwölf Holzblöcken mit großen Streichhölzern den Großteil des Raumes ein. »Die Form der zerstörten Norm – keine Schönheit ohne Gefahr« nennt der Bildhauer dieses Werk. »Die Blöcke sind jeweils aus einem Block aus Fichtenholz entstanden. Ich denke bei meiner Arbeit immer auch an die Nachhaltigkeit und versuche möglichst das ganze Material, das ich habe, zu verarbeiten«, sagte der Bildhauer und erklärte, dass die Streichhölzer oben angeflammt worden seien und dass Streichhölzer immer wieder in seinen Arbeiten auftauchen würden. »Sobald ein Streichholz abbrennt, verändert es seine Form«, sagte Nils Grube und führte so genauer den Titel seines Werkes aus.

Zur Eröffnung der Ausstellung waren etwa 50 Besucher gekommen. Der stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins Lübbecke, Bahadir Gür, begrüßte die Gäste und Lübbeckes Bürgermeister Frank Haberbosch sprach zuvor ein kurzes Grußwort. »Die menschlichen Figuren sowie das Material Holz in jeder erdenklichen Form bieten den Ausgangspunkt, aus dem heraus sich die Arbeiten von Nils Grube entwickeln. Dabei gibt das Holz selbst zwei thematische Schwerpunkte vor. Zum einen ist das der Aspekt der Vergänglichkeit, die in diesem Werkstoff sehr präsent ist. Zum anderen ist das Thema Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Bäumen und dem Holz, das uns die Bäume schenken, wichtiger als je zuvor«, sagte Bahadir Gür.

Sitzgelegenheit und gleichzeitig Regal

Es folgte ein Dialog zwischen den Bildhauern Peter Medzech und Nils Grube, dem die Besucher interessiert zuhörten. »Als Bildhauer versuchen wir, das Geistige fassbar zu machen. Dieses Fassbare nimmt dann der Betrachter und wandelt es individuell wieder in Geistiges zurück. Das ist eigentlich Kunst«, sagte Peter Medzech, der seit 30 Jahren mit Nils Grube befreundet ist. Bei der Planung der Ausstellung habe Peter Medzech gefragt, ob er Sitzmöbel mitbringen könne, sagte Nils Grube im Gespräch mit Peter Medzech und zeigte dem Publikum seine Möbelstücke, die sich als Sitzgelegenheit und gleichzeitig auch als Regal verwenden lassen. »Nils Grube nimmt die Hölzer, die er bekommt, und daraus macht er etwas«, lobte Peter Medzech die Arbeit von Nils Grube. Die Ausstellung »Drei – Dimensionales Denken« ist noch bis zum 2. Juni im Speicher am Burgmannshof am Marktplatz zu sehen. Der Besuch der Ausstellung ist samstags von 11 bis 13 Uhr und sonntags von 16 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung möglich.

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