32. Fitzebohnen-Essen: Philip Harting bringt Thema Handball mit
Anpfiff im Gewölbekeller

Lübbecke (WB). Was haben Fitzebohnen mit Handball zu tun? Vielleicht die Würze? In jedem Fall sind beides »Leibspeisen« der Ostwestfalen, und die Firma Harting hat als Gastgeber des diesjährigen Fitzebohnen-Essens und als Sponsor von Jugend- und Spitzenhandball am Mittwochabend die perfekte Verbindung hergestellt. Ein Spezialist für (Steck-)Verbindungen eben.

Freitag, 08.02.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 08:50 Uhr
Die Technologiegruppe Harting setzt sich für den Handball ein, vor allem in der Region. Die Themen Handball-WM und die Jugendarbeit bei GWD Minden sind beim diesjährigen Fitzebohnenessen vorgestellt worden: (von links) Detlef Sieverdingbeck (Harting), Horst Bredemeier (GWD), Philip Harting, Arthur Plate, Frank von Behren (GWD), Gerhard Bösch und Henning Fritz (Deutscher Handball-Bund).

Die Harting-Technologiegruppe hatte in diesem Jahr die Rolle des Gastgebers übernommen und gemeinsam mit dem Fitzebohnen-Verein Gehlenbeck zur 32. Auflage des Fitzebohnen-Essens in Barres Brauwelt eingeladen. Traditionell stellt sich ein heimisches Unternehmen den Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor und kommt für die Bewirtung auf, so dass der Kostenbeitrag der Gäste voll in Projekte vor Ort in Gehlenbeck gesteckt werden kann. Zuletzt wurde so Küchenausrüstung für die Mühlengruppe Eilhausen spendiert.

Rekordbeteiligung

»Wir haben heute ein Luxusproblem«, begrüßte der Vereinsvorsitzende Gerhard Bösch die Gäste. »Wir haben eigentlich nur 152 Plätze, aber 163 Zusagen. Ob es diesmal am Gastgeber liegt, dass es so wenige Absagen gibt?«, spekulierte Bösch. In jedem Fall musste am Mittwoch auch noch im Nebenraum gedeckt werden, was der gelösten Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Auch die Gastgeber aus Espelkamp präsentierten sich bestens gelaunt bei ihrem Abstecher über den Kanal nach Lübbecke. Vorstandsvorsitzender Philipp Harting wurde dabei nicht nur von seinen Eltern Dietmar und Margrit sowie etlichen Harting-Verantwortungsträgern begleitet.

Torhüter-Legende zu Besuch

Auch einen echten Handball-Promi hatten sie mit Torhüter-Legende Henning Fritz im Schlepptau, heute beim Deutschen Handballbund als Trainer im Einsatz. Und auch die beiden GWD-Funktionäre Horst Bredemeier und Frank von Behren wagten sich für das Fitzebohnen-Essen in die sprichwörtliche Höhle des Löwen. Die bekannte Vereinsrivalität zwischen GWD und dem TuS N blieb an diesem Abend aber draußen, wurde sozusagen in den Eintopf geschnippelt und mit Bier heruntergespült.

Philip Harting wollte in seinem Vortrag nicht allein sein Familienunternehmen vorstellen, das er in dritter Generation leitet. Es kam dem 44-Jährigen auch darauf an, die Werte des Unternehmens zu betonen. »Unsere starke Unternehmenskultur und Mitarbeiterbindung sind ganz wichtig für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens«, sagte Harting. Die Bedeutung des Begriffs Qualität habe schon sein Großvater Wilhelm geprägt: »Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt – nicht das Produkt.« Vertrauen sei das größte Kapital. Zur speziellen Harting-Philosophie gehöre aber auch das Thema Nachhaltigkeit in der Produktion, Stichwort Biomethan statt Erdgas.

»Deutsche Tugenden«

Etwas vom eigenen Erfolg zurückzugeben, dies verbinde Harting mit vielen anderen Unternehmern in diesem Raum, sagte Philip Harting. Sport, Kultur und Soziales in der Region würden davon profitieren.

Seit 2005 ist Harting Hauptsponsor von GWD Minden und in der Jugendförderung engagiert. Dem soll auch ein Handball-Internat dienen, das derzeit geplant wird. Ex-Nationaltorhüter Henning Fritz lobte das Engagement: »Hier gibt es perfekte Bedingungen.« Im Rückblick auf die WM – das Harting-Logo prangte auf den Hosen der Sportler – lobte Fritz das Turnier als tolle Werbung für die Sportart, auch wenn der deutschen Mannschaft am Ende spielerische Grenzen aufgezeigt worden seien. Frank von Behren meinte: »Dänemark war einfach eine Klasse für sich, auch wenn wir unsere deutschen Tugenden gelebt haben.«

Doch genug gefachsimpelt. Den Gästen knurrte bereits der Magen und der herrlich duftende Fitzebohnen-Eintopf schaffte rasch Abhilfe. Mit vollem Bauch und aus vollem Hals konnte da das Fitzebohnenlied geschmettert werden – gute Tradition auch das.

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