Stadthallen-Treppe: Bauausschuss berät am 20. März über Architekten-Entwurf
Wie schön darf’s denn sein?

Lübbecke (WB). Die Treppe der Stadthalle ist marode. Sie muss erneuert werden. Im vergangenen Jahr haben die Beratungen über das »Wie« begonnen. Unklar ist noch, wie viel Geld die Stadt in die Hand nehmen wird, um den Eingangsbereich einladend und repräsentativ zu gestalten.

Freitag, 08.02.2019, 06:20 Uhr
So wird es nicht bleiben: Noch in diesem Jahr soll die marode Treppe an der Stadthalle unmgestaltet werden. Auch das Provisorium verschwindet. Foto: Eva Rahe

Am 20. März berät der Bauausschuss über die neuen Entwürfe des Hüllhorsters Michael Schöllhammer. Der Architekt hatte im März 2018 einen ersten Entwurf vorgestellt, an dem durchaus Kritik geübt wurde, auch wegen der Kosten. Sie lagen ein gutes Stück über den 200.000 Euro, die von der Stadt für die Sanierung bereits zurückgelegt worden waren.

»An diesen Kostenrahmen sollten wir uns halten«, erklärte Bürgermeister Frank Haberbosch gestern auf Anfrage dieser Zeitung. Zumindest grob. Haberbosch vertritt die Auffassung, dass die Eingangstreppe zum kulturellen Zentrum der Stadt »im Erscheinungsbild was leisten muss«. Der Bürgermeister betont: »Eine schlichte Betontreppe halte ich nicht für angemessen.« Die Entscheidung, was letztlich umgesetzt wird, obliege freilich den politischen Gremien der Stadt.

Barrierefrei mit Rampe

Konsens bestehe, so Haberbosch, inzwischen darüber, dass die Treppe barrierefrei wird und eine Rampe erhält. »Das war schon immer mein Standpunkt und da sind sich jetzt auch alle Fraktionen einig«, sagt Haberbosch. Noch vor einem Jahr hatte es Stimmen gegeben, die an der Notwendigkeit gezweifelt und auf den behindertengerechten Hintereingang verwiesen hatten.

Der neue Entwurf von Michael Schöllhammer, dessen Details im März besprochen werden, sieht einige Modifizierungen und »Kostenoptimierungen« vor, wie Kämmerer Dirk Raddy erläutert. So soll es unter anderem neue Lösungen für Pflanzkübel und den Schriftzug »Stadthalle« geben. Allein der schlug zunächst mit etwa 10.000 bis 12.000 Euro zu Buche. Hier habe Schöllhammer nun eine Alternative gefunden, die günstiger ausfalle, so Raddy.

Stadt stellt Existenz der Stadthalle nicht in Frage

An der Bedeutung der Stadthalle als Veranstaltungsort für Lübbecke lassen weder der Kämmerer noch der Bürgermeister einen Zweifel. Die Stadthalle sei zwar etwas in die Jahre gekommen, doch die Technik, beispielsweise die Bühnenhydraulik, befinde sich in einem einwandfreien Zustand, sagt Raddy.

Bürgermeister Haberbosch verweist darauf, dass Theateraufführungen, Konzerte und viele weitere Veranstaltungen in der Stadthalle gut untergebracht seien. »Wir können uns in Lübbecke glücklich schätzen, so einen funktionalen Veranstaltungsort zu haben.« Die Existenz der Stadthalle, deren Betrieb die Stadt jährlich 400.000 bis 500.000 Euro kostet, werde von der Politik nicht in Frage gestellt.

Start des Umbaus ist ungewiss

Offen ist noch, wie lange es nach den politischen Beschlüssen dauert, bis die Eingangstreppe saniert beziehungsweise umgebaut werden kann. »Wir sind zuversichtlich, dass es noch in diesem Jahr klappt«, sagt Dirk Raddy. Die Arbeiten selbst würden etwa vier bis sechs Wochen dauern.

Ein Teil der Treppe wurde bereits im vergangenen Herbst verändert. Anlass war damals das Jubiläum der Firma Gerlach, die sich für ihren großen Empfang ein schöneres Erscheinungsbild als Absperrgitter und Flatterband gewünscht hatte. Rindenmulch wurde damals auf die kaputten Stufen geschüttet, hinzu kam eine Bepflanzung. »Das sieht ganz ordentlich aus, aber es ist wirklich nur ein Provisorium«, sagt Raddy.

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