Brauerei steckt etwa 4 Millionen Euro in effiziente und umweltschonende Technik Barre investiert in Nachhaltigkeit

Lübbecke (WB/fn). Die Barre-Brauerei modernisiert ihren Maschinenpark und investiert etwa vier Millionen Euro vor allem in Energieerzeugung und Abfülltechnik. Auch der Fuhrpark soll umweltschonender werden.

Die Barre-Brauerei spart dank neuer Technik Energie: technischer Leiter Dirk Stapper (links) und Energiebauftragter René Ciomber.
Die Barre-Brauerei spart dank neuer Technik Energie: technischer Leiter Dirk Stapper (links) und Energiebauftragter René Ciomber.

Das Investitionsprogramm sei ein »wichtiger Baustein zur Erhaltung der Unabhängigkeit«, teilte die Privatbrauerei gestern mit. Zielsetzung sei die Steigerung der Produktivität und zugleich die Schonung der natürlichen Ressourcen. So solle die Nachhaltigkeit des regionalen Familienunternehmens weiter gesteigert werden.

Schwerpunkte sind Energieerzeugung und Abfülltechnik

Die Schwerpunkte der Investitionen liegen in den Bereichen Energieerzeugung und Abfülltechnik. Zusätzlich wird in neue Mehrweggebinde investiert.

Nach Auskunft des technischen Leiters Dirk Stapper ist die neu installierte Etikettiermaschine der Auftakt gewesen. Im April folgt eine neue Flaschenreinigungsanlage für 1,3 Millionen Euro, die im Vergleich zur alten Anlage etwa 50 Prozent weniger Energie und Wasser verbrauchen werde, sagte Stapper.

Beim Thema Energieeffizienz hat sich bereits einiges getan. Deutlich mehr als fünf Prozent konnte der Gasverbrauch gesenkt werden. Dazu haben sowohl der Einbau eines sogenannten Economizers (Wärmerückgewinnung durch Verwertung von Abwärme) als auch einer modernen Speisewasseraufbereitung beigetragen. Der Stromverbrauch wurde in den letzten Jahren dank Umstellung der kompletten Lichttechnik auf LED-Leuchten erheblich reduziert. Energiebeauftragter René Ciomber sagte: »In diesem Zusammenhang wurden etwa 1000 Lampen ausgetauscht.«

Investition in neue Fahrzeuge

Anfang 2018 wurden die Gabelstapler durch neue energiesparende Modelle ersetzt. Nun soll auch die Lastwagen-Flotte Schritt für Schritt auf energie- und abgaseffizientere Fahrzeuge umgestellt werden. Das größte Potenzial sieht Brauereiinhaber Christoph Barre in der Reduzierung der Transportwege. Hier könne eine vorwiegend regional vertreibende Brauerei wie Barre viel nachhaltiger arbeiten als nationale und internationale Anbietern, die ihre Produkte oftmals über hunderte von Kilometern transportieren.

Christoph Barre hat das Ziel, seine Brauerei zur nachhaltigsten in ganz Norddeutschland auszustatten. »Wir werden zudem beweisen, dass auch in Zeiten von Konzentration und Internationalisierung eine unabhängige Privatbrauerei im Wettbewerb erfolgreich bestehen kann. Mein größter Wunsch ist, die älteste norddeutsche Pils-Brauerei in einigen Jahren erfolgreich an die siebte Familiengeneration zu übergeben um damit einen Beitrag zur Erhaltung unserer regionalen Bierkultur zu leisten«, sagte Christoph Barre.

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