Adventskonzerte des Schützen-Musik-Corps Lübbecke Von Kevin bis zum Mausekönig

Lübbecke/Espelkamp (jes). Der Schützen-Musik-Corps Lübbecke hat sich in langer Tradition einen Ruf erspielt: Jahr für Jahr veranstaltet das Ensemble zwei beliebte Weihnachtskonzerte.

Das Schützen-Musik-Corps Lübbecke hat viele Zuhörer mit ihren Adventkonzerten in Espelkamp und Lübbecke erfreut.
Das Schützen-Musik-Corps Lübbecke hat viele Zuhörer mit ihren Adventkonzerten in Espelkamp und Lübbecke erfreut.

Passend zum Motto »Advent, Advent Lieder und Geschichten bei Kerzenschein« säumten Teelichter bei den Auftritten in der St.-Marien-Kirche in Espelkamp und der St.-Johannes-Kirche in Lübbecke den Weg bis zur Kanzel, die den Raum in stimmungsvolles Licht tauchten. An den Notenständern sorgten Lichterketten für gemütliche Atmosphäre. Etwa 200 Besucher hatten sich in Espelkamp versammelt, um den weihnachtlichen Klängen zu lauschen.

Bach-Toccata ist eine Herausforderung

Moderatorin Lena Nentwich führte die Gäste durch das Programm aus Märchenmusik, Polka und traditionellen Stücken. Und manche Klassiker hatten es in sich. So, wie beispielsweise die Toccata in d-Moll von Bach. »Das war schon eine Herausforderung für uns. Aufgepasst: Jetzt wird es ein wenig laut«, kündigte Nentwich das Stück an, das vielen Zuschauer als Orgelwerk bekannt sein dürfte. Mit einem ganzen Orchester an der Seite kam da einiges an Ausdrucksstärke zusammen. Aber die Ohren zuhalten mussten sich die Besucher deshalb keineswegs. Stattdessen gab es ebenso lauten Applaus für diese Darbietung.

Besonders hörenswert war außerdem der Soundtrack des Films »Kevin allein zu Haus«, das an so manchem unterhaltsamen Weihnachtsabend am Fernseher erinnerte. Und beim allseits bekanntem »Alle Jahre wieder«, durften die Besucher selbst ihre Stimme in der Kirche erklingen lassen.

Märchenhafte Akzente

Besonders märchenhafte Akzente setzte das Ensemble mit Szenen aus »Der Nussknacker« und Tschaikowskis berühmten Kompositionen. Die Geschichte von Clara und dem Mäusekönig wurde musikalisch in all ihren Facetten erzählt: Dramatisch, so wie bei der Schlacht des Nussknackers gegen das Heer des Mäusekönigs und leichtfüßig, wie beim Tanz von Clara und ihrem Prinzen.

Zur Auflockerung gab es dann noch ein paar Weihnachtsgeschichten für zwischendurch. Vorgetragen wurden sie vom Posaunisten Jürgen Ramm. Im Gedächtnis dürfte den Zuschauern vor allem die Geschichte der vier Adventskerzen bleiben. Die erste steht für Frieden, die zweite für den Glauben und die dritte für die Liebe. Alle Kerzen erlöschen im Laufe der Erzählung, weil sie mit den Jahren für die Menschheit an Wert verlieren. Doch Ramm betonte: »Solange die vierte Kerze – die der Hoffnung – noch brennt, lassen sich auch alle anderen Kerzen wieder anzünden.«

Atlantis-Konzert ausverkauft

Von dem kostenlosen Konzert erhofften sich die Musiker auch einige Spenden. Benötigt werde, wie die stellvertretende Vorsitzende des Musik-Corps Ulrike Nentwich erklärte, vor allem ein neues Becken für das Jugendorchester. Das alte Becken könne aufgrund seiner Massivität nicht mehr verantwortet werden.

Für das Konzert wurden die Musiker mit lang anhaltenden Applaus belohnt. Und das Ensemble dankt es ihnen mit weiteren Zugaben. »Ich glaube die Leute kommen immer wieder, weil sie sehen, wieviel Spaß wir an der Musik haben«, schloss Ulrike Nentwich. Wie beliebt die Auftritte sind, ist auch daran zu erkennen, dass das große Konzert zum Thema »Atlantis« im Februar bereits ausverkauft ist. Und schon im März soll der Vorverkauf für das Jahreskonzert 2019 beginnen.

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