Verkehrssicherheitstage am Berufskolleg Unfallfolgen rütteln auf

Lübbecke (WB). Mehr als 900 Schüler des Berufskollegs haben an drei Aktionstagen verschiedene Stationen zur Verkehrssicherheit an den Schulstandorten Lübbecke und Espelkamp besucht. Der Eindruck war nachhaltig.

Bei den Sicherheitstagen: (von links) Heiko Weiß und Stefan Becker (Schulleiter) vom Berufskolleg Lübbecke sowie Michael Langer (Polizei NRW) mit Schülern vor einem Unfallfahrzeug.
Bei den Sicherheitstagen: (von links) Heiko Weiß und Stefan Becker (Schulleiter) vom Berufskolleg Lübbecke sowie Michael Langer (Polizei NRW) mit Schülern vor einem Unfallfahrzeug.

Aufhänger und Blickfang für die Schüler waren in diesem Jahr die Auto-Wracks, die die Polizeibeamten der Kreispolizeibehörde unter der Leitung von Klaus Torno und die Bundespolizei mitgebracht hatten. Den Schülern wurden die Unfälle ausführlich geschildert und mit Unfallbildern untermalt, die zeigten, wie es zu den schlimmen Unfällen kam.

Fahranfänger werden sensibilisiert

Da viele Schüler mit dem Auto unterwegs sind, finden regelmäßig die Verkehrssicherheitstage am Berufskolleg Lübbecke statt. Das Ziel: die Fahranfänger sensibilisieren und daran erinnern, welche Gefahren auf sie im Straßenverkehr lauern. Hierzu konnten auch zwei Lehrer des Berufskollegs gewonnen werden. Andreas Hermjohannes thematisierte in seiner Station das Thema »Fahrsicherheit in Herbst und Winter«. Außerdem ließ er die Schüler Winterreifen prüfen, Batterien überbrücken und gab Hinweise zur winterlichen Ausstattung eines Fahrzeugs.

An der Station »Stabilisierung eines Unfallopfers« wurde vom Lehrer und freiwilligen Feuerwehrmann Frank Hesse der Rautek-Griff gezeigt, ein spezieller Handgriff zum Retten von Menschen aus Gefahrenzonen. Ein von Autohaus Seat-Schneider aus Lübbecke zur Verfügung gestellter Neuwagen diente als Übungsort. Auch die »stabile Seitenlage« wurde aufgefrischt. Die Schüler waren erstaunt, dass sie diese erst vor kurzer Zeit bei der Führerscheinausbildung erworbene Fähigkeit schon gar nicht mehr problemlos ausführen konnten. Sarah Kammler und Silja Kraul, beide besuchen die Berufsfachschule für Wirtschaft, sagten: »Nach dem Erste-Hilfe-Schein haben wir ruck-zuck die Dinge wieder vergessen. Da kann man jedem nur raten, die Maßnahmen bei jeder Gelegenheit zu wiederholen.«

Drei Stationen zeigen Unfälle

An den Stationen drei und vier zeigten die Polizisten Unfälle aus der Region, die an Stellwänden durch Fotomaterial dokumentiert und durch schockierende Videos ergänzt wurden. Diese Filmsequenzen verdeutlichten den Berufs- und Vollzeitschülern, welche Folgen ein Fehlverhalten im Straßenverkehr haben kann.

Zum Abschluss jedes Aktionstages trafen sich alle Schüler in der Stadthalle zum Crash-Kurs NRW. Dort hörten die Schüler von Erlebnissen eines Feuerwehrmanns: Neben Problemen bei der Befreiung eines Verletzten wurde auch die Betroffenheit der beteiligten Feuerwehrleute deutlich. Ein Notfallseelsorger berichtete über die psychischen Folgen für den Unfallfahrer und das Unfallopfer bei einem von ihm betreuten Einsatz. Schulleiter Stefan Becker und alle Beteiligten hoffen, dass die Sicherheitstage bei den Schülern bewirken, sich im Straßenverkehr vernünftig zu verhalten.

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