Obermehnen gewinnt erneut – guter Besuch am Bierbrunnentag – Sicherheit im Fokus Sternfahrt der Rekorde

Lübbecke (WB). Als die Sternfahrer mittags auf den Marktplatz kommen, erreicht die Stimmung nochmals einen Höhepunkt. Die Rekordsieger aus Obermehnen lassen sich auf dem Marktplatz gebührend feiern – das Bierbrunnenfest ist am Sonntag mit sehr gutem Besuch zuende gegangen. Auch in der Geschäftsmeile war reichlich Betrieb.

Von Friederike Niemeyer
Die Sternfahrt aus den Ortsteilen hat wieder viele Radler auf sportliche Art und Weise zum Bierbrunnenfest gebracht. Bürgermeister Frank Haberbosch (beim Schild Nettelstedt) hatte an die besten Teams auch Geldpreise zu vergeben.
Die Sternfahrt aus den Ortsteilen hat wieder viele Radler auf sportliche Art und Weise zum Bierbrunnenfest gebracht. Bürgermeister Frank Haberbosch (beim Schild Nettelstedt) hatte an die besten Teams auch Geldpreise zu vergeben. Foto: Martin Nobbe

Auf der Bühne in der Bäckerstraße bildete sich eine große Menschentraube: Lions-Club und Marktkauf versteigerten Spielzeug für einen guten Zweck. Jan Hendrik Maschke von der Stadtverwaltung ließ einmal mehr sein Moderationstalent aufblitzen und spielte den launigen Auktionator. Vom Teddybär bis zum Mini-Keyboard ließ sich so manches Schnäppchen machen.

Walk Acts und Luftballonkünstler

Lübbecke Marketing hatte gemeinsam mit KWB-Veranstaltungen ein Kinderprogramm in der Langen Straße organisiert, zu dem beispielsweise Walk Acts und Luftballonkünstler gehörten. Marketing-Geschäftsführer Peter Schmüser sprach von einem guten Zulauf in den Geschäften. »Das lässt sich auch daran festmachen, dass die Parkplätze gut belegt waren, bis weit in die Osnabrücker Straße hinein«, sagte Schmüser.

Gute Beteiligung, ja Rekordbeteiligung, ist auch das Stichwort für die Sternfahrt aus den Ortsteilen. Nochmals 27 Fahrer mehr als im Rekordjahr 2016, nämlich 341, setzten sich am Sonntagmorgen aufs Rad und strampelten 10 853 Kilometer. Erneut lieferten die Obermehner mit 78 Radlern das beste Ergebnis ab: zum neunten Mal insgesamt und zum siebten Mal in Folge. Platz 2 mit 50 Teilnehmern belegte Gehlenbeck, die eine durchschnittliche Kilometerleistung von 52 Kilometern ablieferten. Platz 3 ging mit 46 Teilnehmern an Stockhausen.

Ansporn für die Ortsteile

Die Stockhauser hatten diesmal drei Startgruppen mit unterschiedlich langen Strecken gebildet, und so auch viele Kinder aktiviert. Die folgenden Plätze: 4. Lübbecke, 5. Blasheim, 6. Alswede, 7. Nettelstedt und 8. Eilhausen. Ist es ein Problem, dass offenbar niemand an den Obermehnern vorbeikommt? Peter Schmüser vom Marketingverein sieht das nicht so: »Die Rekordteilnehmerzahl zeigt eher, dass die anderen Ortsteile angespornt werden, es besser zu machen.«

Sicherheit wird groß geschrieben

Bürgermeister Frank Haberbosch erläuterte gestern auf Nachfrage, dass das Thema Sicherheit vor dem Hintergrund der allgemeinen Terrorgefahr bei den Vorbereitungen in diesem Jahr nochmals größeren Raum eingenommen habe. So hätten Veranstalter und Stadt Forderungen der Polizei aufgegriffen und in Absprache ein auf die speziellen örtlichen Gegebenheiten abgestimmtes Konzept erstellt.

»Wir müssen die Interessen aller Einsatzkräfte unter einen Hut bringen: Die Polizei möchte die Veranstaltungsstraßen gut absperren, der Rettungsdienst möchte sie lieber möglichst frei haben«, verdeutlichte Haberbosch die Problematik. Am Ende habe man sich so aufgestellt, dass der Festbetrieb nicht gestört wurde, die Einsatzkräfte aber auch bereit waren, um rasch reagieren zu können.

Für die Festbesucher eher unauffällig, waren an einigen Straßeneinmündungen größere Fahrzeuge platziert. Ralf Steinmeyer, Sprecher der Kreispolizei, erläuterte, dass das Thema »Anschläge mit Lkw« bei den Planungen eine Rolle spiele. »Deshalb wurden die Zufahrtsmöglichkeiten stärker in den Fokus gerückt.«

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