Auch ungarische Gäste genießen Festsonntag Da kommt Bierlaune auf

Lübbecke (WB). Der vielbesungene Wettergott muss Bierliebhaber sein: Nach einem verregneten Festwochenende ist Sonntag pünktlich zum Fassanstich die Sonne herausgekommen und hunderte Besucher machten den Marktplatz zeitweise zum großen Biergarten.

Von Friederike Niemeyer
Biergartenatmosphäre: Die Schirme dienen vor allem als Sonnenschutz – versöhnlicher Abschluss des verregneten Wochenendes.
Biergartenatmosphäre: Die Schirme dienen vor allem als Sonnenschutz – versöhnlicher Abschluss des verregneten Wochenendes. Foto: Friederike Niemeyer

Nach der Party am Vorabend hatten die Veranstalter von Brauerei, Stadt und KWB-Veranstaltungen auf dem Markt etwas umgebaut, so dass es vom Platz aus freien Blick auf den neu eingefassten Bierbrunnen gab. »Die Möglichkeiten sind jetzt erheblich besser«, lobte Brauereichef Christoph Barre das Ergebnis der Marktplatzsanierung.

Ein Schlag reicht

Gemeinsam mit seinem Vater Ernst-Ludwig Barre und Thomas Holle begrüßte er die stellvertretende Landrätin Kirstin Korte. »Dieser Termin ist mir ans Herz gewachsen«, bekannte sie und trieb mit einem sicheren Hammerschlag den Zapfhahn in das Fass Festbier. Thomas Holle und Gambrinus halfen mit, die ersten Gläser für die Ehrengäste zu füllen.

Gäste aus Ungarn

Dieses Mal dabei war auch János Toth mit seiner Frau Monika. Der Bürgermeister der ungarischen Partnerstadt Tiszakécske führte eine Gruppe aus Ungarn an, die zu Ehren der 30-jährigen Freundschaft mit dem FC Lübbecke angereist war.

Anlass auch für Krisztina Brümmelhorst, mit ihren ungarischen Gästen auf den Marktplatz zu kommen. »Ich lebe seit 20 Jahren in Lübbecke, aber beim Tag des Bierbrunnens war ich noch nie«, bekannte die gebürtige Ungarin lachend. Ihren Gästen gefiel es super: Daumen hoch.

Viel Spendengeld

Christoph Barre zog ein positives Fazit des Ausschank-Konzepts, das 1994 eingeführt wurde: »Die Entscheidung weg vom Freibier war richtig«, sagte er und erinnerte an die drei Jahre ohne Bierbrunnenfest, nachdem die Punkszene Lübbecke in den 1980er Jahren für sich entdeckt hatte. Nun wird der Erlös des Bierausschanks einem gemeinnützigen Zweck gespendet. »Seit 1994 sind so bis jetzt knapp 140.000 Euro zusammengekommen«, sagte Barre.

Dieses Mal wird der Förderverein der Neurologischen Klinik Minden profitieren. Wie Christoph Barre und auch Mario Hoffmeister von der Gauselmann-Stiftung erläuterten, ist dieser Verein auch im Altkreis Lübbecke in Beratung und Prävention engagiert.

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