Lübbecke weiht seinen Marktplatz ein – Bürgermeister Haberbosch: »Ein kleines Juwel« Ein Tag für die Stadtgeschichte

Lübbecke (WB/wk). Die Stadt hat ihren Marktplatz zurück – mit einem sanierten Bierbrunnen, einem neuen Schandpfahl und einer Feier, die noch ein paar Tage länger in Erinnerung bleiben dürfte. Bei bestem »Bierbunnenwetter« kamen am Sonntag etwa 1500 Menschen, um den Platz und die Party aus der Nähe zu erleben.

Nach ihren Festreden haben Bürgermeister Frank Haberbosch und Christoph Barre zünftig miteinander angestoßen.
Nach ihren Festreden haben Bürgermeister Frank Haberbosch und Christoph Barre zünftig miteinander angestoßen. Foto: Jan Eric Wiemann

Bürgermeister Frank Haberbosch erinnerte in seiner Festrede an die lange Bauphase und an etwa 1,7 Millionen Euro,  die der Umbau des Platzes in Anspruch genommen hatte. Das Ergebnis bräuchte keinen Vergleich mit anderen Plätzen zu scheuen. Haberbosch sprach von einem »Meilenstein« der Stadtentwicklung und nannte den Marktplatz »ein kleines Juwel«. Sein Fazit: »Lübbecke war schon immer eine schöne Stadt, jetzt ist sie noch schöner.«

Zu denen, die vom großen Andrang am Sonntag überrascht wurden, gehörte Christoph Barre: »Ich hätte nicht gedacht, dass es hier schon um 11 Uhr so voll ist«, sagte der Brauereichef. Er erinnerte angesichts der guten Witterungsbedingungen an den Begriff des »Bierbrunnenwetters«. Immer, wenn es Festivitäten mit dem Brunnen gäbe, sei das Wetter nämlich aus Tradition schön.

Stadt pflegt den Bierbrunnen

In seiner Festrede ging Barre auf die Sanierung  des Bierbrunnens ein, zu dessen ehrenvoller Pflege sich die Stadt einst verpflichtet habe. »Dieser Aufgabe ist sie ehrenhaft nachgekommen«, sagte Barre und just in diesem Moment sprudelte das Wasser los.

Aus Sicht des früheren Stadtheimatpflegers Günther Niedringhaus (89) kommt der Brunnen durch die Umgestaltung des Marktplatzes viel besser als früher zur Geltung: »Er ist endlich sichtbar geworden.« Lob gab es von Niedringhaus auch für die neue Treppe vor der Andreaskirche, die nun für Menschen mit Rollatoren gut zu bewältigen sei.

Schandpfahl schafft Gesprächsstoff

Für Gesprächsstoff sorgte der neue Schandpfahl, gestiftet von Jobst-Peter Gerlach von Waldt-hausen und seinem Sohn Timor. Stadtarchivarin Christel Droste stand beratend zur Seite. Der Schandpfahl habe einst mitten auf dem Marktplatz gestanden. Wer mit dem Leibeisen angekettet war, über den habe sich, so Superintendent Uwe Gryczan, ein mittelalterlicher »Shitstorm« ergossen.

Der Schandpfahl wurde gestern nicht benötigt – schließlich galt es, einige Handball-Meister zu feiern. Höhepunkt war der Auftritt der Profis des TuS N-Lübbecke auf dem eigens errichteten Rathausbalkon. Ihre silberne Schale verlieh dem neuen Marktplatz noch einen Hauch von Extra-Glanz.

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