Bürgerschützen freuen sich über neuen Zug aus Lübbecke und Oberbauerschaft Bataillon hat jetzt 25 »Turmkanonen«

Lübbecke(WB). Wenige Wochen vor dem großen Jubiläumsfest vom 30. Juni bis zum 2. Juli haben die Bürgerschützen Verstärkung bekommen: die »Turmkanonen«. Etwa 25 junge Leute aus Oberbauerschaft und Lübbecke bilden den neuen Zug. Das Durchschnittsalter der Jungschützen liegt bei 25 Jahren.

Von Kai Wessel
Vorfreude auf das Jubiläums-Schützenfest – mit den alten Bataillonsfahnen (zum Fest gibt’s neue) und neuen Gesichtern von den »Turmkanonen« (von links): Adjutant Heinrich Esdar, Jungschütze Tobias Schlusen aus Oberbauerschaft, Kommandeur Christoph Barre, Jungschütze Tim Tödtmann aus Lübbecke sowie Hauptmann Wilfried Schröder.
Vorfreude auf das Jubiläums-Schützenfest – mit den alten Bataillonsfahnen (zum Fest gibt’s neue) und neuen Gesichtern von den »Turmkanonen« (von links): Adjutant Heinrich Esdar, Jungschütze Tobias Schlusen aus Oberbauerschaft, Kommandeur Christoph Barre, Jungschütze Tim Tödtmann aus Lübbecke sowie Hauptmann Wilfried Schröder. Foto: Kai Wessel

Tim Tödtmann (26) und Tobias Schlusen berichteten, wie vor einem Jahr die Idee zur Gründung des neuen Zuges entstand: »Wir waren mit ein paar Fußballern aus Oberbauerschaft beim Schützenfest und haben uns gefragt, was man denn tun muss, um mal mit zu marschieren.« Dieses Ansinnen war weit mehr als eine Bierlaune. Man sei nämlich am Ball geblieben und habe viel zum historischen Hintergrund der Bürgerschützen erfahren. »Wir konnten uns voll damit identifizieren.« Dass die Bürgerschützen kein Verein sind, sei auch gut.

Wartturm auf dem Logo

Im Logo der Turmkanonen, das an den noch zu nähenden Uniformen zu sehen sein wird, ist hinter einer Kanone der Wartturm abgebildet. Tobias Schlusen und Tim Tödtmann sehen in dem Gemäuer ein verbindendes Bauwerk zwischen Lübbecke und Oberbauerschaft: »Es ist zwar nicht der schönste Turm, aber dafür hält er bestimmt noch ein bisschen«, sagen die beiden Jungschützen.

Für Oberst Christoph Barre sind die Turmkanonen der beste Beleg dafür, dass die Bürgerschützen »Kultpotenzial« haben. »Die beste Werbung, um junge Leute zu gewinnen, sind junge Leute.« Die Turmkanonen sind die erste Neugründung seit den Sportschützen vor nunmehr zehn Jahren. Betreut werden die Novizen von den Wiehengebirgsschützen, damit sie feste Ansprechpartner bei ihrem ersten Auftritt auf einem Schützenfest haben.

Jubiläumsfest und mittelalterliches Spektakel

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für das Fest weiter. Schon in zehn Tagen sollen in den Schaufenstern von Lübbecker Geschäften alte Gewehre, Bilder, Fahnen und andere historische Dekorationsstücke auf das Jubiläumsfest hinweisen. Es soll noch mehr als zuletzt zu einem Fest für alle Lübbecker werden, sagt Christoph Barre. Besonders das Unterhaltungsprogramm am Samstag werde noch einmal aufgewertet. An allen drei Tagen ist auf der Grünfläche am Festzelt mittelalterliches Treiben zu erleben. Zudem werden Souvenirs wie ein spezieller Orden und ein Bataillonsherz (je acht Euro) angeboten. Extra fürs Fest wurde auch ein Logo entwickelt, das unter anderem auf 25 000 Bierdeckeln prangt.

Erstes Feuerwerk seit 15 Jahren

Das geplante Feuerwerk am Freitag ist das erste seit 15 Jahren. Damals hatte die Partnerstadt Bad Liebenwerda eins gestiftet. Diesmal soll es ab 23 Uhr über der Stadt knallen und glitzern.

Das Chronikbuch ist unter anderem in der Bücherstube Oelschläger, bei Optik Weymann, Friseur Telgheder und in der Geschäftsstelle des WESTFALEN-BLATTES in Lübbecke erhältlich. Schützenjacken, Kordeln und Fahnen gibt es bei Optik Weymann.

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