Lübbecker Meteorologe erklärt das Unwetter von Montagabend Gewitterwolken ziehen nach Norden

Lübbecke (WB). Ein Unwetter hat Montagabend vor allem im nördlichen Kreis Minden-Lübbecke für Starkregen und vereinzelt auch Hagel gesorgt,

Das Gewitter am Montagabend, vom Gallenkamp in Lübbecke aus beobachtet: Das Zentrum des Unwetters war zu diesem Zeitpunkt noch noch im Osnabrücker Land. In Bramsche beispielsweise fielen Taubenei große Hagelkörner vom Himmel.
Das Gewitter am Montagabend, vom Gallenkamp in Lübbecke aus beobachtet: Das Zentrum des Unwetters war zu diesem Zeitpunkt noch noch im Osnabrücker Land. In Bramsche beispielsweise fielen Taubenei große Hagelkörner vom Himmel. Foto: Friedrich Föst

Wie der Lübbecker Meteorologe Friedrich Föst berichtet, hat sich das Gewitter am Abend in der Region um Rheine gebildet und gegen 20 Uhr, 21 Uhr auch die Kreisgrenzen erreicht. Föst: »Das Gewitter mauserte sich zu einer sogenannten Superzelle, denn auf dem Radar konnte man erkennen, wie das Gewitter rotierte.« In seinem Kern, der entlang der nördlichen Kreisgrenze zog, seien teilweise Hagelkörner von zwei bis vier Zentimetern Korngröße gefallen. In kürzester Zeit prasselten dort auch auf eng begrenztem Raum 20 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel, so der Meteorologe.

Zudem produzierte das Gewitter tausende Blitze, die von vielen Beobachtern als sehr eindrucksvoll wahrgenommen wurden. Erst östlich der Weser – nach einer Lebensdauer von etwa fünf Stunden schwächte sich das Gewitter ab. Föst: »Interessant ist, dass die Superzelle bis auf wenige Kilometer genau jene Zugbahn des schweren Unwetters vom 24. Juni 2016 einnahm.«

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