Kirchenkreis plant großes Fest zum Ende des Reformationsjubiläums Eine Erleuchtung zum Finale

Lübbecke(WB). Der Kirchenkreis begeht das große Reformationsjubiläum mit einem umfangreichen Programm. Glanzpunkt und großes Finale zugleich wird ein großes Fest am Reformationstag, 31. Oktober. »Geplant ist ein künstlerisches und musikalisches Feuerwerk rund um die St.-Andreas-Kirche«, sagt Superintendent Uwe Gryczan. »Unter anderem wird der Turm mit großen Lettern kunstvoll illuminiert.«

Von Arndt Hoppe
Superintendent Dr. Uwe Gryczan, Kantor Heinz-Hermann Grube und Pfarrer Eckhard Struckmeier (von links) freuen sich auf das Fest zum Reformationstag. Unter anderem soll der Kirchturm von St. Andreas mit einem großen Schriftzug illuminiert werden.
Superintendent Dr. Uwe Gryczan, Kantor Heinz-Hermann Grube und Pfarrer Eckhard Struckmeier (von links) freuen sich auf das Fest zum Reformationstag. Unter anderem soll der Kirchturm von St. Andreas mit einem großen Schriftzug illuminiert werden. Foto: Arndt Hoppe

Teil des Kunstprojektes »Erleuchtet«

Mit diesem Schriftzug aus Licht beteilige sich der Kirchenkreis Lübbecke als einziger in OWL an einem Kunstprojekt mit dem Titel ›Erleuchtet‹ der Münchner Künstlerin Inga Kardys, an dem sich zahlreiche Kirchen vornehmlich im Ruhrgebiet beteiligen.

»Auf dem Turm sollen an diesem Abend in großen leuchtenden Buchstaben Worte und kurze Gedanken projiziert werden.« Anregungen dazu, welche Worte das sein können, kommen aus den Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises. »Wir haben alle angeschrieben. Bis Mitte Mai können sammeln wir die Vorschläge«, sagt Pfarrer Eckhard Struckmeier. Die Ideen sollen sich auf das Kampagnenmotto zum Reformationstag 2017 beziehen. Es lautet »Einfach frei«.

Denkanstöße und Glaubenseinsichten

Gefragt seien Glaubenseinsichten, existenzielle Überzeugungen, Fragen, Denkanstöße, Sehnsüchte oder Forderungen. Diese können in elementarer, prägnanter, kreativer oder auch provozierender Form zum Ausdruck gebracht werden. »Der Schriftzug soll auf höchstens 20 Buchstaben oder drei bis fünf Worte beschränkt werden«, sagt er. Einige Gemeinden hätten bereits geantwortet und sogar Konfirmanden-Gruppen mit einbezogen. »Einer der Vorschläge wird dann ausgewählt. Die eingesandten Beiträge, die nicht auf dem Kirchturm zu sehen sein werden, projizieren wir während des Abends mit dem Beamer in der Kirche an die Wand.«

Denn ein gemeinsamer Gottesdienst in der St.-Andreas-Kirche, zu dem alle Gemeinden eingeladen sind, bildet ab 18 Uhr den Auftakt zu diesem großen Reformationsfest. »Anschließend haben die Besucher ab 19.15 Uhr rund um den illuminierten Kirchturm reichlich musikalische und künstlerische Unterhaltung und Gelegenheit zur Begegnung«, kündigt Superintendent Gryczan an. Auch ein Imbiss wird vorbereitet.

Podien rund um die Kirche

Als Auftrittsorte seien neben der Kirche und dem Gemeindehaus auch der Jugendtreff, der Speicher im Burgmannshof und das Blue Mojo vorgesehen, sagt er. »Die ›Locations‹ sind so vielfältig wie das Leben« sagt Pfarrer Struckmeier. »Der Speicher ist für lyrische Beiträge oder vielleicht Kammermusik angedacht. Und Bodo Hundte vom Berufskolleg organisiert für diesen Tag einen Poetry Slam im Jugendtreff.«

Für den musikalischen Part des Programms zeichnet Kreiskantor Heinz-Hermann Grube verantwortlich: »Alle Kirchen- und Posaunenchöre, Gospelchöre, Jugendchöre und Band aus dem Gemeinden sind eingeladen, sich auf verschiedenen Podien in und außerhalb der St.-Andreas-Kirche zu präsentieren«, erklärt er. Jede Gruppe könne bis zu 30 Minuten lang auftreten. Weniger sei auch erlaubt.

»Selbst Chöre, die vielleicht sonst keine öffentlichen Auftritte haben, sind herzlich willkommen, etwas beizutragen.« Zum Organisationsteam gehören neben Gryczan, Grube und Struckmeier auch Bodo Hundte, Dr. Katharina Klee, Dr. Peter Groß, Lutz Schäfer und Peter Schmüser vom Stadtmarketing zählen. »Auch die Stadt Lübbecke ist seit einem Dreiviertel Jahr mit im Boot«, sagt der Superintendent.

»Vielfalt in der Einheit«

»Wir versuchen auch mal etwas zentral zu machen«, betont der Superintendent des Kirchenkreises Lübbecke und hofft auf ein großes Fest aller Gemeinden. »Es zeigt das große Spektrum, das wir haben. Es wäre ein Abbild für die Vielfalt in der Einheit«, sagt Pfarrer Eckhard Struckmeier.

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