Mann aus Polen war seit eineinhalb Wochen vermisst Leiche in Graben: vermisster Schiffer wahrscheinlich tot

Lübbecke  (WB). Der seit gut eineinhalb Wochen vermisste polnische Binnenschiffer ist sehr wahrscheinlich tot. Bei einer am Freitag in einem Graben entlang der B 239 zwischen der Industriestraße und dem Mittellandkanal gefundenen Leiche handelt es sich laut Polizei vermutlich um den 45-jährigen Mann.

Die Polizei hatte auf dem Mittellandkanal nach dem vermissten Schiffer gesucht. Ob es wirklich bei der gefundenen Leiche wirklich um den mann handelt, ist noch unklar.
Die Polizei hatte auf dem Mittellandkanal nach dem vermissten Schiffer gesucht. Ob es wirklich bei der gefundenen Leiche wirklich um den mann handelt, ist noch unklar. Foto: Kai Wessel

Auf dem Weg zur Arbeit hatte ein Mann den kaum wahrnehmbaren Leichnam in dem mit Wasser gefüllten Graben abseits der vielbefahrenen Bundesstraße entdeckt und gegen 6.10 Uhr die Polizei informiert.

Beamte der Kriminalwache übernahmen die weiteren Ermittlungen und leiteten die ersten Maßnahmen zur Identifizierung des Mannes ein. Bislang gibt es keinerlei Hinweise, dass Fremdeinwirkung eine Rolle gespielt haben könnte. Der Leichnam dürfte nach Einschätzung der Beamten bereits längere Zeit im Wasser gelegen haben.

Der Familienvater war als Besatzungsmitglied eines Schubverbandes am 13. Juni im Lübbecker Hafen eingetroffen. In Absprache mit seinen Kollegen hatte er das Schiff am Nachmittag zu Fuß verlassen, um in Lübbecke einzukaufen. Als der Mann nicht wieder kam, erstattete der Kapitän einen Tag später Vermisstenanzeige bei der Lübbecker Polizei. Zunächst fand sich keine Spur von dem 45-Jährigen. Auch Gespräche mit der Ehefrau in Polen brachten die Ermittlungen nicht voran.

Schließlich wandten sich die Beamten am vergangenen Freitag mit einem Fahndungsaufruf samt einem Foto des Vermissten an die Öffentlichkeit. Dies führte ebenso wie die Recherchen in verschiedenen Einkaufsmärkten im nahen Umfeld des Hafens zu keiner heißen Spur. Am Dienstag ließ die Polizei zudem noch vergeblich das Hafenbecken mit zwei Leichenspürhunden absuchen. Zu diesem Zeitpunkt dürfte der Binnenschiffer vermutlich schon nicht mehr gelebt haben.

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