Einsatz bei Grillgeräte-Hersteller im Industriegebiet: Brand wird schnell unter Kontrolle gebracht Feuer zerstört Firmenküche

Lübbecke (WB/kk). Nach dem nächtlichen Feuer bei dem Grillgeräte-Hersteller Polydor in Lübbecke am Donnerstag geht die Polizei von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Das Feuer entstand in der Küche des Fabrik- und Bürogebäudes. Das ergaben die Ermittlungen eines Experten der Mindener Polizei am Freitag.

Die Lübbecker Feuerwehr hat von einer Steckleiter aus das bereits durchgebrannte Flachdach gelöscht.
Die Lübbecker Feuerwehr hat von einer Steckleiter aus das bereits durchgebrannte Flachdach gelöscht. Foto: Andreas Kokemoor

Niemand wurde verletzt bei dem Brand im Industriegebiet an der Thyssenstraße 4, zu dem drei Löschzüge der Lübbecker Feuerwehr mit 63 Einsatzkräften um 21.30 Uhr gerufen wurden. Allerdings erstickte ein Labrador im Rauch. »Da kam leider jede Hilfe zu spät. Das war sofort klar«, sagte Einsatzleiter Maik Entgelmeier. Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Als die ersten Rettungskräfte der Feuerwehr eintrafen, war durch das Küchenfenster bereits deutlicher Feuerschein zu sehen. Wenig später platzte das Fenster aus dem Rahmen. Ein Mann, der sich mit seiner Tochter in einer angrenzenden Wohnung aufhielt, war zum Brandort gelaufen und hatte noch vergeblich versucht, mit einem Feuerlöscher die Flammen zu ersticken.

Brand nach halber Stunde unter Kontrolle

Als er die Aussichtslosigkeit seines Versuches erkannte, sprang er aus dem Fenster eines Aufenthaltsraumes ins Freie. Vorsichtshalber begab er sich anschließend zusammen mit seiner Tochter ins Krankenhaus. Die beiden konnten aber noch in der Nacht wieder entlassen werden. Eine Rauchgasvergiftung lag nicht vor.

Durch das Feuer wurde die Küche zerstört. Zudem entstanden weitere erhebliche Schäden durch das Löschwasser und vor allem durch die starke Verrußung der Räume.

Die Lübbecker Feuerwehr hatte den Brand bereits nach einer halben Stunde unter Kontrolle. Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz in das Innere des Gebäudes, ein weiterer Trupp kümmerte sich darum, das bereits durchgebrannte Flachdach von einer Steckleiter aus zu löschen. Erst um Mitternacht wurde die Sperrung der Thyssenstraße durch die Polizei aufgehoben.

Gaststätte und Wohnung uneingeschränkt nutzbar

Dadurch konnten die Besucher des nahe liegenden Schnellrestaurants mit ihren Autos zunächst nicht den Parkplatz verlassen. Noch bis etwa 4 Uhr morgens waren sechs Kräfte mit einem Löschfahrzeug vor Ort, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern sowie etwaige Glutnester zu entdecken.

Ohne Einschränkungen weiter nutzbar ist die angrenzende Gaststätte und besagte darüber liegende Wohnung, nachdem die Einsatzkräfte die Räume gelüftet hatten.

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