30 Jahre Heimatverein Schnathorst: Geschichte bewahren, Natur erhalten – Insektenhotel als Geschenk
„Viele schöne Aktionen angestoßen“

Hüllhorst-Schnathorst (WB/kk) -

Der Heimatverein Schnathorst blickt auf 30 Jahre zurück. Gegründet wurde er am 26. April 1991 – für die Erhaltung, Pflege und Entwicklung des Dorfes.

Samstag, 01.05.2021, 00:26 Uhr aktualisiert: 01.05.2021, 00:30 Uhr
Auch die Struckhof-Mühle spielt im Heimatverein Schnathorst eine große Rolle. So wurden die Mühlentage organisiert und gestaltet. Foto: Kokemoor/Archiv

Das Motto: Geschichte bewahren, Natur erhalten und Zukunft gestalten. „Viele schöne Aktionen wurden angestoßen und mitgestaltet“, sagt Lars Wunderlich, der heutige Vorsitzende des Vereins.

Alles begann in der Gaststätte Hösel in Schnathorst mit der Gründungsversammlung. Damals rief eine beeindruckende Zahl an Heimatverbundenen den Verein ins Leben: Günter Hus, Reinhard Wandtke, Friedhelm Kleine, Herbert Schulte, Cornelia Wandtke, Torsten Halstenberg, Dieter Krietemeier, Karl Heinz Niermann, Erhard Weymann, Sieglinde Schulte, Wilhelm Schreyer, Christa Kammeier, Wilfried Tiemeier, Erich Maschmeier, Erika Siekmeier, Hans Domberg, Karl Heinz Steinbrink, Friedrich Siekmeier, Hans Jürgen Sundermeier, Gerd Milkereit, Bernd Seemann, Henner Diederichs, Friedrich Steinbrink, Friedrich Ruschmeier, Klaus Dieter Griese, Brigitte Oswald, Kurt Kammeier, Karl Halstenberg, Elke Rührup, Harald Rührup, Sigrid Steeb, Hartmut Maschmeier, Lisa Kühntopp und Waltraud Diekmann waren die Gründungsmitglieder. Zum 30-jährigen Bestehen gedenkt der Verein der bereits verstorbenen.

Im Struckhof auf der Streuobstwiese des Heimatvereins Schnathorst steht nun ein Insektenhotel.

Im Struckhof auf der Streuobstwiese des Heimatvereins Schnathorst steht nun ein Insektenhotel. Foto: Heimatverein Schnathorst

Vorsitzender Lars Wunderlich, der seit 2019 im Amt ist und somit Nachfolger von Hartmut Maschmeier wurde, erinnert an die Fülle an Projekten, die bereits umgesetzt werden konnten oder auf den Weg gebracht wurden. „Von der Mitgestaltung des Schnathorster Marktes, über die Aufstellung von Ruhebänken im Wiehengebirge, die Restaurierung der Windmühle im Struckhof, die Gestaltung und Organisation der Mühlentage, die Umgestaltung des Busbahnhofes, diverse Pflanzaktionen, die Teilnahme am Kreisgeschichtsfestes, die Anlage und Pflege einer Streuobstwiese sowie einer Blumenwiese mitten in Schnathorst bis hin zum jüngsten Dorfjubiläum und der Unterstützung des Fördervereins der Grundschule Schnathorst reichen die Aktivitäten.“ Außerdem verweist Wunderlich auf das beliebte Apfelfest und die Wandergruppe.

Alte und seltene Obstsorten zu erhalten, ist ein Schwerpunkt bei der Streuobstwiese, wie der Vorsitzende betont. Aufgrund der windreichen Lage der Wiese – 200 Meter östlich des Steinweges im Struckhof gelegen – werde es aber erforderlich sein, außer den Apfelbäumen weitere Obstsorten zu pflanzen. Ein neues Hinweisschild ist dort im November vergangenen Jahres zusammen mit Bürgermeister Michael Kasche angebracht worden, samt QR-Code, über den via Homepage weitere Informationen abrufbar sind. Eine Baumspende des Bürgermeisters erfolge im Herbst, so Wunderlich. Dann soll es noch weitere Neupflanzungen geben.

Die Ruhebänke, die der Heimatverein in großer Anzahl im und um das Wiehengebirge stelle, würden laufend kontrolliert und gegebenenfalls repariert und in Stand gehalten.

Jugendgruppe in Planung

Der Heimatverein zählte Ende 2020 89 Mitglieder. „Wer Interesse an einer Mitgliedschaft hat und auch im Verein mitarbeiten möchte, neue Themen und Impulse setzen will, möge sich melden“, sagt Lars Wunderlich. Um Jugendliche und Grundschüler in den Verein miteinzubinden, wird über die Bildung einer neuen Jugendgruppe nachgedacht. „Hier müssten neben den Grundsätzen des Vereins jedoch auch andere Anreize gegeben werden“, so der Vorsitzende. Gespräche mit der Schulleiterin und dem Förderverein seien schon geführt worden und sollen nach der Pandemie wieder intensiviert werden.

Viele weitere Projekte seien in Planung und würden im Sinne der Gemeinschaft geplant und hoffentlich bald umgesetzt. Ganz aktuell konnte ein Hotel in Schnathorst eröffnet werden – für Insekten. Dem Heimatverein wurde über Fred Riemer, Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Schnathorst-Struckhof, die neue Errungenschaft zum 30-jährigen Bestehen gespendet. Am Donnerstag wurde das Hotel – unter Berücksichtigung der Coronavorschriften – auf der Streuobstwiese im Struckhof aufgestellt, und am Freitag gab Fred Riemer der Gestaltung der „Zimmer“ noch den letzten Schliff. „Es sieht echt klasse aus“, findet auch Lars Wunderlich. „Wir freuen uns auf zahlreiche Hotelbesucher.“

„Leider kann das Jubiläum aufgrund der aktuellen Situation rund um die Pandemie nicht gefeiert werden“, bedauert er. In diesen Zeiten leide das Vereinsleben ungemein. Sobald sich die Lage ändere, werde der Vorstand die Chance ergreifen und den runden Geburtstag mit allen Mitgliedern und Gästen gebührend feiern.

Weitere Infos über den Heimatverein finden sich online unter www.heimatverein-schnathorst.de.

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