Testpflicht vor Gottesdiensten: Kirchen im Altkreis Lübbecke verzichten derzeit lieber ganz auf Präsenzveranstaltungen
Zwischen Frust und Vorsicht

Lübbecke -

Der Pastoralverbund Lübbecker Land hat bereits auf die neuen Regeln im Kreis Minden-Lübbecke reagiert, die vorschreiben, dass vor dem Besuch eines Gottesdienstes ein zertifizierter negativer Schnelltest vorgelegt werden muss. Von Friederike Niemeyer
Freitag, 30.04.2021, 12:42 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 30.04.2021, 12:42 Uhr
Die Petruskirche in Stockhausen: Die dortige SELK-Gemeinde verzichtet lieber weiter auf Präsenzgottesdienste. Foto: Andreas Kokemoor
Der Pastoralverbund Lübbecker Land hat bereits auf die neuen Regeln im Kreis Minden-Lübbecke reagiert, die vorschreiben, dass vor dem Besuch eines Gottesdienstes ein zertifizierter negativer Schnelltest vorgelegt werden muss. Die Folge: Die katholischen Gemeinden werden, wie berichtet, vorläufig gar keine Präsenzgottesdienste abhalten. Pfarrer Karl-Heinz Graute sagte: „Bei uns herrscht großer Unmut. Ich habe unser Unverständnis in einem Brief an Landrätin Bölling zum Ausdruck gebracht.“ Die heimischen Gemeinden hätten sich sehr genau an alle Bestimmungen gehalten. Es sei aber unzumutbar, jetzt den Ordnungsdienst an der Kirchentür wie die Polzei aufzustellen, um die Testbescheinigungen zu prüfen. „Ich mache selbst regelmäßig die Selbsttests, aber das geht zu weit“, sagte Graute. Der benachbarte Pastoralverbund Mindener Land will die Regelung des Kreises sogar rechtlich prüfen lassen.
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