Aktive des DRK in Hüllhorst ziehen Bilanz der Corona-Schnelltests im Dorfgemeinschaftshaus Holsen
„Ergebnis mit hoher Aussagekraft“

Hüllhorst (WB) -

Die Resonanz aus der Bevölkerung auf das Corona-Schnelltestzentrum in Holsen ist am Wochenende nicht so groß gewesen, wie sich das die Organisatoren erhofft hatten. Aber immerhin: Am Samstag kamen 18 Bürger, am Sonntag 22. „Jeder Test trägt dazu bei, das Infektionsgeschehen einzudämmen“, stellte Dennis Langeleh, Leiter des DRK in Hüllhorst, im Gespräch mit dieser Zeitung fest.

Montag, 01.03.2021, 19:06 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 19:10 Uhr
Er zählte zu den ersten Besuchern des Corona-Schnelltestzentrums im Dorfgemeinschaftshaus: Catharina Langeleh nimmt einen Abstrich bei Hüllhorsts Bürgermeister Michael Kasche. Foto: Andreas Kokemoor

 

Der Ortsverein des Roten Kreuzes hatte am Samstag und Sonntag in Abstimmung mit der Gemeinde Hüllhorst und dem Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke im Dorfgemeinschaftshaus ein Abstrichzentrum für Corona-Schnelltests eingerichtet. „Wir haben dafür alle erforderlichen Gespräche geführt und die notwendigen Genehmigungen erhalten“, erklärte er.

Das habe zwar eine Weile gedauert, aber das DRK in Hüllhorst sei von dem guten Zweck überzeugt: „Wir wollten den Bürgern aus Hüllhorst und anderen Kommunen, die Möglichkeit für einen zertifizierten Test geben.“ Der hohe Inzidenz-Wert in der Gemeinde sei eine zusätzliche Motivation gewesen. Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes seien in Altenheimen gewesen, um zu testen. Corona-Tests seien also keine Neuheit für die Bereitschaften, erklärte Langeleh.

Der Start hätte eigentlich schon eher erfolgen sollen. Zusätzlich zu Organisation und Bürokratie kam jüngst der Schnee. Und dann folgte gerade erst vor ein paar Tagen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit der Nachricht, dass es kostenlose Selbsttests für jedermann geben solle. „Für unseren Antigentest haben die Kunden einen Geldbetrag bezahlt. Aber er hat eine hohe Aussagekraft, und das bereits nach 15 Minuten“, erklärte Langeleh.

Catharina Langeleh, Arzthelferin und ebenfalls Mitglied der Bereitschaft im DRK-Ortsverein, erklärte, dass sie beruflich mit Corona-Tests zu tun habe. „Die Augen müssen tränen und der Rachen soll das Stäbchen spüren.“ So deutlich würde sie einen PCR-Test beschreiben, den das Gesundheitsamt vornimmt. Der Schnelltest in Hüllhorst war anders: Laut Bedienungsanleitung musste das Teststäbchen etwa 2,5 Zentimeter tief in die Nase eingeführt werden, übrigens in beide Nasenlöcher. Alle Mitarbeiter des DRK Hüllhorst erhielten zu Beginn eine entsprechende fachliche Einweisung.

Catharina Langeleh gehörte neben Jonas Cornelius zu den DRK-Aktiven, die die Abstriche vornahmen. Dafür zogen sie sich für jeden Kunden Gesichtsschutz, Kittel, Handschuhe und Kopfbedeckung über. Die Ergebnisse erhielt Dennis Langeleh. Er übermittelte sie unmittelbar an das Kreisgesundheitsamt. Alle positiv Getesteten werden rasch Nachricht von dieser Stelle erhalten. Ein amtlicher Test muss dann endgültige Klarheit bringen. Alle Inhaber von Zertifikaten mit negativen Tests haben für den Moment die beruhigende Gewissheit, dass alles in Ordnung ist. Mike Langeleh kann sich vorstellen, dass Kultur, Freizeit und Gastronomie in Zukunft zertifizierte Test zur Voraussetzung für einen Besuch machen.

Das Telefon von Dennis Langeleh stand in den vergangenen Tagen nicht still. Viele Interessierte hatten sich bei ihm angemeldet. Aber aufgrund der Nachricht des Gesundheitsministers hatte der Rotkreuzleiter im Anschluss etliche Absagen erhalten. Viele Menschen hätten ihn auch angerufen und gezielt nach den kostenlosen Schnelltests gefragt. Diese konnte Langeleh aber nicht anbieten.

Sowohl das DRK Hüllhorst als auch Mike Langeleh versicherten, dass sie kein Geld mit dem Betrieb des Testzentrums verdienen wollten. Und es sieht so aus, als werde die Aktion weiter gehen, wenn auch auf anderem Wege. Die Rotkreuzler überlegen, ob sie ihr Angebot in Zukunft mobil fortsetzen können.

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