Für Menschen mit Impfeinladung: kostenloser Fahrdienst zum Impfzentrum in Hille ab 8. Februar
Neues Angebot der „Helfer vor Ort Hüllhorst“

Hüllhorst -

Anderen Menschen helfen, das wollten Meike und Thorsten Rykowski schon vor der Pandemie. Als die besonders schwierige Situation für alle dann eintrat, konkretisierten sie ihre Unterstützung für den Nächsten als „Helfer vor Ort Hüllhorst“, eine Initiative von und für Hüllhorster Bürgerinnen und Bürger. Aktuell richtet die HvO-Hüllhorst in Zusammenarbeit mit dem DRK-Ortsverein und der Gemeinde einen Fahrdienst zum Impfzentrum in Hille ein.

Mittwoch, 03.02.2021, 18:44 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 18:48 Uhr
Meike und Thorsten Rykowski engagieren sich maßgeblich bei den „Helfern vor Ort Hüllhorst“. Auch nach der Pandemie wollen sie sich in der Gemeinde ehrenamtlich einbringen. Foto: Rykowski

 

Dort wird von Montag, 8. Februar, an die Arbeit aufgenommen. Zunächst erhalten Menschen ab 80 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus. Doch gerade die ältere Bevölkerung ist oftmals nicht mehr so mobil. Die Helfer vor Ort bieten allen, die eine Einladung zum Impfen bekommen haben und denen nicht möglich ist, diesen Termin wahrzunehmen, einen – kostenlosen – Fahrdienst an. Wer dieses Angebot nutzen möchte, möge sich rechtzeitig unter Telefon 05744/9315-500 melden.

„Wir hoffen, dass das gut angenommen wird“, sagt Thorsten Rykowski. „Stand heute haben wir bereits elf Fahrerinnen und Fahrer, die sich für die Fahrten zum Impfzentrum zur Verfügung stellen.“ Das Fahrzeug werde von der Gemeinde Hüllhorst gestellt sowie auch dessen Ausstattung gemäß den Hygieneregeln zum Infektionsschutz. „Wir haben den Auftrag von der Gemeinde, sind auch darüber versichert und uns entstehen weder Kosten noch verdienen wir etwas an dem Fahrdienst“, erklärt der engagierte ehrenamtliche Helfer, der im Hauptberuf IT-Fachmann ist. Angeregt habe den Fahrdienst Bürgermeister Michael Kasche. In einer Sitzung am Donnerstag, 4. Februar, werde festgelegt, wie das Ganze im Detail ablaufen solle.

Die Helfer vor Ort sind jedenfalls bestens vorbereitet. „Falls das gemeindeeigene Fahrzeug nicht ausreicht, kann auch das Rote Kreuz in Hüllhorst ein Transportfahrzeug nebst Personal bereit stellen. Und wenn weitere Kapazitäten notwendig sein sollten, werde ich Firmen ansprechen. Derzeit sind ja viele Bürger im Home-Office und der ein oder andere Transporter steht ungenutzt auf dem Hof.“ Zunächst aber müsse man einfach abwarten, wie groß die Resonanz auf den Fahrdienst sein werde.

Die Helfer vor Ort, das sei ein Kernteam von zehn Leuten, sagen die Eheleute Rykowski. Eine weitaus größere Zahl habe sich aber insgesamt in die Initiative eingebracht. „Es gab riesige Unterstützung. So einen tollen Zusammenhalt habe ich noch nie erlebt“, sagt Thorsten Rykowski. Unter den Helfern fänden sich zudem Menschen aus ganz unterschiedlichen Branchen – vom Politiker bis zum Handwerker. Das habe auch immer wieder zu neuen Impulsen geführt.

Mit der ersten Infektionswelle und der Maskenpflicht habe es einen enormen Ansturm auf die selbst genähten Mund-Nase-Bedeckungen der Initiative gegeben. Meike Rykowski gehörte auch zu den fleißigen Näherinnen. „Wir möchten möglichst viele Behelfs-Mund-Nasen-Masken nähen lassen, um sie in der Hüllhorster Bevölkerung oder Pflegeheimen, Ärzten oder sonstigen Einrichtungen kostenlos verteilen zu können“, betonten die Helfer vor Ort. Das ist wahrlich gelungen. Inklusive 220 kleinerer Varianten für Kinder wurden 2973 Masken angefertigt und unters Volks gebracht. „576 Stück haben wir aktuell noch auf Lager“, sagt Thorsten Rykowski. Die Nachfrage sei natürlich abgeebbt mit der Pflicht, medizinische Masken zu tragen.

Doch die Helfer vor Ort brachten sich auch in anderer Hinsicht ein. So unterstützten sie die Tafel, bis es von allein lief, bei der Umsetzung des Hygienekonzeptes. Dazu gehörte unter anderem, mit Flatterbändern Einbahnstraßenregelungen zu schaffen und die Einhaltung von Abständen mit zu kontrollieren, aber auch Spender für Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen – und zwar Marke Eigenbau, weil diese aufgrund der großen Nachfrage nicht mehr zu haben waren oder wenn, dann zu überteuerten Preisen. Auch die Pfarrbezirke in Hüllhorst und Oberbauerschaft wurden damit ausgestattet. Auch bei der Veranstaltung „Biken für Brustkrebs“ in Tengern im Oktober vergangenen Jahres haben die Helfer vor Ort die Organisatoren dabei unterstützt, dass von den Besuchern die Hygieneregeln eingehalten wurden.

Zu den weiteren Dienstleistungen der HvO zählt auch der Einkaufsservice für jene, die in Quarantäne beziehungsweise in Isolation sein müssen. Meike Rykowski erzählt von einer besonders rührenden Begebenheit. Für eine an Corona erkrankte Frau, die zwar nicht stationär behandelt werden musste, aber daheim zu geschwächt war, bereiteten die Rykowskis kurzerhand einen Zehn-Liter-Pott Hühnersuppe zu. „Die hatte sie sich so sehr gewünscht und ihr Mann hat versucht, das für sie zu organisieren. Da haben wir sie dann direkt selbst gekocht.“ Weitere Infos unter www.helfer-vor-ort-huellhorst.org.

 

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