Detonationen im Hüllhorster Ortszentrum – Jugendliche unter Verdacht
Briefkästen mit Böllern gesprengt

Hüllhorst (WB) -

Mit einem Böller haben offenbar Jugendliche am Montagabend im Gartenweg in Hüllhorst einen Briefkasten gesprengt. Und es gab noch einen zweiten Vorfall dieser Art.

Dienstag, 08.12.2020, 19:31 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 19:34 Uhr
Der Briefkasten vom Gartenweg war an der Hauswand montiert, Einzelteile flogen meterweit durch die Luft. Foto: Polizei Minden-Lübbecke

Ein Zeuge hatte zuvor etwa fünf bis sechs Jugendliche auf dem Gartenweg bemerkt, als es plötzlich einen lauten Knall gab. Daraufhin sah der Mann, wie die Gruppe davon lief. In der Folge bemerkte er den Schaden an dem Briefkasten und verständigte die Polizei.

Nach Angaben des Hauseigentümers dürfte sich der Vorfall zwischen 20.40 Uhr und 20.50 Uhr ereignet haben. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch er einen Knall wahrgenommen, konnte das Geräusch zunächst aber nicht zuordnen. Durch die Detonation wurde der an der Hauswand montierte Kasten zerstört. Einzelteile flogen bis zu einer gegenüberliegenden Wiese.

Bekannt wurde der Polizei am Dienstag ein gleich gelagerter Fall im Ortszentrum, der sich am Nikolausabend, Sonntag, 6. Dezember, ereignet hat. Nach Auskunft des Kreispolizeisprechers Ralf Steinmeyer wurde an der Straße An der Trift ebenfalls ein am Haus befindlicher Postkasten mit einem Böller gesprengt.

„Um 18.45 Uhr hören die Hausbewohner einen Knall, einer von ihnen kommt raus und sieht ebenfalls, wie im anderen Fall, eine Gruppe von Jugendlichen davonlaufen.“ Die beiden Tatorte lägen nur 700 Meter auseinander.

Vermutet werde nicht nur ein Tatzusammenhang, sondern weitere Vorfälle dieser Art seien zu befürchten. „Das bereitet uns Sorge. Dieses Handeln ist äußerst gefährlich“, so Steinmeyer gegenüber dieser Zeitung. Weit umhergeflogene Metallteile hätten Menschen treffen und schwerste bis lebensgefährliche Verletzungen verursachen können. „Wir hoffen, dass die Bürger besonders aufmerksam sind und Verdächtiges melden“, betont der Polizeisprecher. Und: „Sobald sie einen Knall hören, sollten sie sofort den Notruf 110 wählen.“

In den beiden konkreten Fällen bitten die Ermittler der Polizei alle Zeugen, denen die Gruppe vor oder nach dem Ereignis aufgefallen ist, sich bei ihnen unter Telefon 0571/88660 zu melden.

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