Beigeordneten-Stelle: FWG UHu kritisiert die Altparteien in Hüllhorst
„Konzeptlos in die Zukunft“

Hüllhorst (WB) -

Mit einem offenen Brief nimmt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FWG UHu und Ratsmitglied Jörg Pohlmann Stellung zu einer etwaigen Verlängerung der Beigeordneten-Stelle in Hüllhorst.

Montag, 07.12.2020, 23:21 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 23:24 Uhr
Jörg Pohlmann (FWG UHu) kritisiert die Altparteien. Foto: privat

Auf Antrag der Unabhängigen Hüllhorster Union war besagte Stelle per mehrheitlichem Ratsbeschluss im Juli 2019 abgeschafft worden.

„In den vergangenen Tagen rieb ich mir jeden Morgen verwundert die Augen ob der Durchsicht des heimischen Blätterwalds und der sozialen Medien. Ein zentrales Thema schien die Welt sehr zu beschäftigen. Politiker der großen Altparteien ließen keine Gelegenheit aus, gebetsmühlenartig ihren Standpunkt alternativlos zu schildern. Das beinahe obszöne Zurschaustellen des eigenen politischen Gewichts, der Motivation und der Beschuldigungen der anderen Seite war für mich nur schwer zu ertragen. Und vor allen Dingen war dieses rückwärts gerichtet.

Es wurde in den Geschichtsbüchern nach Argumenten gesucht und natürlich auch gleich welche gefunden, gedeutet, interpretiert und für die eigene Position ausgeschlachtet. Mein persönlicher Höhepunkt war ein nahezu selbstherrlicher und oberlehrerhafter „Ratschlag“, die Ratsmitglieder mögen Vernunft walten lassen bei der Entscheidung hinsichtlich der Beigeordnetenstelle.

Ich denke, alle Ratsmitglieder sollten immer in der Lage sein, sich sachliche Argumente anzuhören und sich tatsächlich eine eigene Meinung zu bilden. Nach all den Versprechungen der Altparteien im Wahlkampf ist es tatsächlich sehr überraschend, wie konzeptlos hier die Zukunft gestaltet werden soll. In diesem Punkt scheint es den Altparteien ausnahmslos um eine politische Schlacht zu gehen. Die angeblichen Alternativlosigkeiten mit Drohgebärden und subjektiven Einschätzungen zu Kompetenzen (neben den fachlichen gibt es im Übrigen unter anderem auch noch soziale Kompetenzen) führen mit Sicherheit zu einer Politikverdrossenheit der Bürger. Und das ist tatsächlich mehr als verständlich.

Es stehen mehr als 30 Punkte auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 9. Dezember. Bei der Durchsicht der Punkte kann ich persönlich in dem ein oder anderen Punkt deutlich mehr Bürgerinteresse sehen als beim Personalklüngel. Die Altparteien scheinen sich aber lieber damit zu beschäftigen und sich im Zuschieben von Verantwortung messen zu wollen. Leider nimmt diese Verantwortung am Ende des Tages dann aber tatsächlich niemand wahr. Keine der großen Altparteien hat eine absolute Mehrheit und kann allein entscheiden. Sachliche und stichhaltige Argumente kann man leider bisher nicht erkennen.“

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