Hüllhorster Rat entscheidet am Mittwoch über Sätze für Wasser, Abwasser und Abfall
Gebühren werden insgesamt teurer

Hüllhorst (WB/kk) -

Die Hüllhorster müssen zusammengerechnet für Wasser, Abwasser und Abfall im nächsten Jahr tiefer ins Portemonnaie greifen. Darüber hat jedoch noch der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch, 9. Dezember, (17 Uhr, Ilex-Halle) zu entscheiden.

Montag, 07.12.2020, 18:33 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 18:38 Uhr
Die Gebühren für Wasser steigen im nächsten Jahr leicht an. So sieht es die Kalkulation der Gemeinde vor. Zwar gab es einen Überschuss aus 2019, da mehr Wasser verbraucht und somit mehr Gebühren eingenommen wurden, die durch Gebühren zu deckenden Kosten haben sich jedoch erhöht – unter anderem durch den neuen Hochbehälter, sprich die Wasserbezugskosten. Foto: dpa/Patrick Pleul

 

Zwar sinkt 2021 die Gebühr für Rest- und Bioabfall leicht, für Wasser und Abwasser ist jedoch mehr zu entrichten, so dass unter dem Strich eine Gesamtkostensteigerung von 2,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr steht – bei einer für 2020 prognostizierten Inflationsrate von 0,7 Prozent.

Bei der Wassergebühr stellt sich die Aufstellung folgendermaßen dar: Die Grundgebühr bleibt unverändert bei drei Euro pro Kubikmeter, die Verbrauchsgebühr wird auf 1,52 Euro pro Kubikmeter festgelegt. Die Nachkalkulation weist nach Angaben der Verwaltung einen Überschuss in Höhe von 68.232 Euro aus. Die Wasserbezugsmenge lag zwölf Prozent über dem prognostizierten Wert und somit auch die Einnahmen aus Wassergebühren. Der Gebührenüberschuss aus 2019 wird zu gleichen Teilen auf die Jahre 2021, 2022 und 2023 verteilt. Die durch Gebühren zu deckenden Kosten haben sich im Vergleich zur Kalkulation 2020 erhöht – insbesondere durch den neuen Hochbehälter und die damit verbundenen Wasserbezugskosten, aber auch durch allgemeine Preissteigerungen, wie die Gemeinde in ihrer Sitzungsvorlage mitteilt. Eine Musterfamilie (144 Kubikmeter-Verbrauch) zahlt 2021 somit 254,50 Euro für Wasser. 2020 fielen Kosten in Höhe von 246,24 Euro an.

Bei den Kosten für Abwasser sieht es wie folgt aus: Der Gebührensatz für Schmutzwasser wird auf 2,37 Euro pro Kubikmeter pro Jahr festgesetzt. Der Gebührensatz für Niederschlagswasser wird auf 0,54 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Die Verbrauchsgebühren je Kubikmeter des abgefahrenen Grubeninhalts wird bei abflusslosen Gruben auf 1,78 Euro pro Kubikmeter und bei Kleinkläranlagen auf 71,99 Euro pro Kubikmeter festgesetzt. Die Grundgebühr je Frischwasserzähler sowie die Grundgebühr je Abfuhrvorgang bei Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben bleibt unverändert.

Die Nachkalkulation 2019 weist für Schmutzwasser eine Überdeckung von 57.187 Euro aus. Diese beruht auf einem im Vergleich zur Prognose erhöhtem Frischwasserverbrauch und damit verbunden einem erhöhten Aufkommen an Schmutzwassergebühren.

Nach Angaben der Verwaltung weist die Nachkalkulation 2019 für Niederschlagswasser, bedingt durch einen strukturellen Fehler bei der ursprünglichen Kalkulation, ein Defizit von 111.057 Euro aus. Dieser Fehler sei erst im Zuge der Nachkalkulation aufgefallen und betreffe ebenso die Kalkulation 2020.

Die Überdeckung aus 2019 (Schmutzwasser) wird in den Kalkulationsjahren 2021, 2022 und 2023 berücksichtigt. Die Unterdeckung aus 2019 soll aufgrund des Kalkulationsfehlers nicht in die Kalkulation einbezogen werden.

Im Vergleich zu 2020 sind im Schmutzwasserbereich insgesamt leichte Kostenreduzierungen zu verzeichnen. Im Bereich Niederschlagswasser führen insbesondere die Korrektur des Kalkulationsfehlers, aber auch zu erwartende Kostensteigerungen (Abwasserabgabe, Reinigung des Kanalnetzes und zusätzliche Personalkosten zur Aktualisierung des Kanalkatasters) zu einer Erhöhung des Gebührensatzes, wie die Verwaltung mitteilt.

Eine Musterfamilie (144 Kubikmeter-Verbrauch) zahlt insgesamt für das Abwasser 2021 538,46 Euro (Vorjahr: 523,60 Euro). Diese Summe setzt sich zusammen aus 430,70 Euro für Schmutzwasser bei einer gleich gebliebenen Grundgebühr von 7,50 Euro und einer Schmutzwassergebühr von 2,37 Euro sowie Kosten für Niederschlagswasser von 107,76 Euro. Rechnet man die Kosten für Bio- und Restmüll in Höhe von 131,29 Euro hinzu (Bio: 80 Liter, 14-tägige Leerung; Rest: 80 Liter, vierwöchige Leerung), muss die Musterfamilie 2021 eine jährliche Gesamtgebühr für Wasser, Abwasser und Abfall in Höhe von 924,26 Euro hinblättern.

Im Vergleich: Im Jahr 2018 waren es 863,20 Euro, 2019 876,21 Euro und 2020 905,60 Euro.

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