Spendenaktion ins Leben gerufen: 1600 Exemplare an Gesamtschule übergeben
Hygienearmbänder für alle Schüler

Hüllhorst/Minden(WB). Es wäre doch toll, wenn man das eigene Desinfektionsmittel immer sofort bei der Hand hätte. Das dachte sich Till-Jonas Uphoff aus Minden nach einem Krankenhausbesuch. Aus dieser Idee heraus gründete er das Start-up-Unternehmen „CleanBrace“ . Zusammen mit den Firmen Fly-Ex und Wortmann, der Gauselmann Stiftung, der Volksbank Schnathorst und Getränke Becker spendete Cleanbrace nun 1600 Desinfektionsarmbänder an die Gesamtschule Hüllhorst.

Freitag, 09.10.2020, 04:07 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 09:10 Uhr

Die Idee, die Gesamtschule als Empfänger auszuwählen, hatte Hansen, der die Armbänder über Fly-Ex vertreibt. Da seine Tochter selbst Schülerin der Hüllhorster Schule ist, konnte er vor ein paar Wochen hautnah miterleben, welche Folgen eine Corona-Infektion an der Schule hat. Daraufhin hatte er die Idee, die Armbänder der Schule zur Verfügung zu stellen. Er organisierte eine Sponsoring-Aktion und schrieb Firmen aus der Region an, um die Initiative zu unterstützen. So schaffte er es, eine Spendensumme von 22.500 Euro zusammen zu bekommen. Am Donnerstag konnten so 1600 Desinfektionsarmbänder übergeben werden.

Till-Jonas Uphoff ist mit der Initiative von Raimund Hansen mehr als glücklich. „Wir haben schon länger nach einem Einstieg in die Schulen gesucht“, erklärte er. Über das Feedback aus der Gesamtschule Hüllhorst könnten sie an der Verbesserung ihres Produktes arbeiten.

Die Idee dahinter war, dass normalerweise jede Person zu einem stationären Spender gehen müsse, um sich die Hände zu desinfizieren. Das führe natürlich notgedrungen zu Warteschlangen und Rudelbildung. Mit dem Armband könne dies vermieden werden, da jeder sein eigenes Desinfektionsmittel sofort bei der Hand habe, so Uphoff.

Lehrer stimmen für Spende

Das Armband enthält einen kleinen wiederauffüllbaren Behälter, in den vier Milliliter Desinfektionsmittel eingefüllt werden können. Dazu gibt es ein wiederverwertbares Nachfüllfläschchen, in das noch einmal 30 Milliliter gehen. „Damit ist man für den Tag gut ausgerüstet“, erklärte Till-Jonas Uphoff.

Der Kommissarische Schulleiter der Gesamtschule Jörg Rümpel ist gespannt, wie das Armband bei seinen Schülerinnen und Schülern ankommt. Vor drei Wochen habe er die Anfrage von Raimund Hansen erhalten und sei mit der Idee an die Schulkonferenz herangetreten. Dort habe man das Produkt diskutiert, und es seien auch kritische Fragen zur Handhabung und zum alltäglichen Umgang mit dem Armband gestellt worden. Es habe ein einstimmiges Votum gegeben, das Armband auszuprobieren, so Jörg Rümpel.

„Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, wie die Schülerschaft die Hygienemaßnahmen umsetzt. Deshalb bin ich positiv optimistisch, dass auch diese Maßnahme gut umgesetzt wird“, erklärte er. Ob und wie das Armband angenommen wird, werde man nach den Ferien sehen, erklärte Jörg Rümpel weiter. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, auch ein Feedback über den Nutzen des Armbandes zu bekommen, das sie dann natürlich gerne an Cleanbrace weitergeben w0llten.

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