Erntedankgottesdienst auf Biohof Wiehenglück in Büttendorf gefeiert
Speisen schätzen lernen

Hüllhorst (WB/ah). Das große Vertrauen, das die Familie Holzmeier und die Kirchengemeinde Hüllhorst-Oberbauerschaft in das Wetter gesetzt hatten, ist am Sonntagmorgen belohnt worden. Der Erntedankgottesdienst auf dem Hof Wiehenglück in Büttendorf konnte unter freiem Himmel gefeiert werden, jedoch mit einer halbstündigen Verspätung, weil die Registrierung von etwa 160 Gottesdienstbesuchern im Rahmen des Corona-Schutzkonzeptes einige Zeit in Anspruch nahm.

Dienstag, 06.10.2020, 02:00 Uhr
Pfarrer Jens Weber und Eyke Holzmeier – mit den Kindern Milan, Lenja und Paula – haben sich über die tolle Resonanz auf den Erntedankgottesdienst auf Hof Wiehenglück in Büttendorf gefreut. Für Musik sorgte der Posaunenchor.

„Es hat alles gut geklappt und wir freuen uns, dass alle angemeldeten Besucher hier sind“, sagten die Gastgeber Eyke, Corinna und Hendrik Holzmeier vom Hof Wiehenglück. Pfarrer Jens Weber nahm den verspäteten Beginn mit Humor: „Schön, dass Sie so viel Geduld hatten. Der Tisch ist heute reichlich mit Erntegaben gedeckt und die Kastanien fallen passend dazu wie Wurfgeschosse von dem Riesenbaum hier.“

In der Tat war der vorher blitzsaubere Holzmeiersche Hof, den die große Erntekrone aus der Hüllhorster Kirche schmückte, binnen kürzester Zeit mit reifen Kastanien übersät. Bevor der Posaunenchor unter der Leitung von Andrea Sand mit dem Lied „Auf, Seele, Gott zu loben“ den musikalischen Auftakt gestaltete, hatte Weber darauf hingewiesen, dass nicht mitgesungen werden dürfe.

„Wir können alles im Supermarkt einkaufen“

Der Pfarrer beleuchtete in seiner Predigt den Stellenwert des Erntedankfestes anhand der „Geschichte von den Steinen im Glas“ in der heutigen Zeit. „In das fast schon überfüllte Glas passt immer noch ein kleiner Stein hinein“, sagte er. Mit diesen Worten spannte er den Bogen zu einem schon vollen Terminkalender, in den man immer noch einen Termin hinein drücken könne.

„Aber wirklich gefüllt wird das Glas durch die großen Steine, und was sind die wirklich großen Steine in unserem Leben?“, fragte er die Kirchengemeinde und setzte zugleich die Prioritäten: „Das Gespräch mit Gott, Nachhaltigkeit und das Danksagen sollten wir niemals aus den Augen verlieren, ganz egal, wie voll unser Terminkalender ist. Wir wollen Dank sagen für alles, was uns den Rücken gestärkt hat. Wir können heute alles im Supermarkt einkaufen und denken oft gar nicht daran, wie viel Arbeit damit verbunden ist.“

Weber erinnerte daran, wie selbstverständlich es mittlerweile sei, dass immer genug zum Leben da sei. „Anbau und Ernte hängen von vielen Faktoren ab, letzten Endes aber von Gottes Segen.“ Sein Dank galt allen Gottesdienstmitwirkenden, den Landfrauen für die Ausschmückung der Erntegaben und der Familie Holzmeier, die den Besuchern die hofeigenen Bioprodukte zum Verzehr anbot. So konnten die Besucher aus allen Hüllhorster Ortsteilen den Vormittag gemütlich ausklingen lassen.

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