Frühstück im Gemeindehaus Schnathorst – neuer Verkaufsschrank
„Faire“ Sache

Hüllhorst-Schnathorst (WB). Fairer Handel zeichnet sich dadurch aus, dass den Produzenten – etwa von Kaffee, Tee oder Kakao – Preise gezahlt werden, von denen sie auskömmlich leben können. Das ist nicht selbstverständlich und mit einer der Gründe, aus denen Menschen ihre Heimatländer in Afrika und Asien verlassen. Nicht zuletzt um einen Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen zu leisten, ist die Gemeinde Hüllhorst „Fairtrade-Town“ und als solche bestrebt, dass Produkte aus fairem Handel zum Leben der Gemeinde und ihrer Einwohner selbstverständlich und in immer größerem Umfang dazugehören.

Donnerstag, 01.10.2020, 22:00 Uhr
Hartmut Damke vom Welthaus Minden hat beim „fairen“ Frühstück im Gemeindehaus Schnathorst den „Kaffee für den Mühlenkreis“ vorgestellt. Dieser wird von Kleinbauern aus der Region Mbinga im Südwesten Tansanias angebaut.

Im Zuge der diesjährigen „Fairen Woche“ hat das vom Gemeinderat eingesetzte „Fair-Team Hüllhorst“ ein „faires“ Frühstück veranstaltet. Die knapp 20 Gäste im Gemeindehaus Schnathorst probierten Produkte aus fairem Handel und aus regionaler und nachhaltiger Erzeugung. Im Anschluss stellte Hartmut Damke vom Welthaus Minden den „Kaffee für den Mühlenkreis“ vor. Dieser wird von Kleinbauern aus der Region Mbinga im Südwesten Tansanias angebaut – in Mischkultur mit Bananen, Avocados, Papayas (sie dienen der Schattierung der Kaffeesträucher) und anderen Gemüse- und Obstsorten. Der Hektarertrag von 150 bis 200 Kilogramm ist relativ niedrig, aber von hoher Qualität. Nach der Ernte werden die Kaffeekirschen in einer Handmühle vom Fruchtfleisch getrennt, gewaschen, an der Luft getrocknet, von Hand verlesen und in Säcke verpackt.

Ohne Zwischenhandel

Die Erzeuger können ihn ohne Zwischenhandel direkt nach Deutschland exportieren und bekommen dafür einen fairen Preis: Der Fairhandelspreis liegt mindestens zehn Prozent über dem Weltmarktpreis, sinkt aber nicht unter einen existenzsichernden Mindestpreis. Zeitweise bekommen die Bauern im fairen Handel mehr als das Doppelte des Weltmarktpreises. Der spekulative Weltmarktpreis decke manchmal nicht einmal die Herstellungskosten, ist auf der Webseite des Welthauses Minden zu lesen.

In der hiesigen Region wird das fertige Produkt seit fast 20 Jahren als „Kaffee für den Mühlenkreis“ vermarktet – und dies seit dem fairen Frühstück auch im Gemeindehaus in Schnathorst in der Tengerner Straße 9. Dank der großzügigen Sachspende eines Lübbecker Unternehmens gibt es dort jetzt einen Fairtrade-Schrank mit Kaffee, Tee, Kakao und weiteren Erzeugnissen aus fairem Handel. Den Verkauf übernimmt die Küsterin Elke Post, und zwar in der Regel dienstags bis freitags vormittags zwischen 8 und 11.30 Uhr. Weitere Infos zum fairen Handel gibt es im Internet unter www.welthaus-minden.de.

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