Reinhard Ellsel ist neuer Pfarrer in Oberbauerschaft
Verstärkung auf der Kanzel

Hüllhorst (WB). „Ich bin der Neue hier in Oberbauerschaft“, sagt Pfarrer Reinhard Ellsel und lächelt verschmitzt. Seit einigen Wochen ist der Theologe bereits in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hüllhorst-Oberbauerschaft im Einsatz und unterstützt vor allem Pfarrerin Kristina Laabs in Oberbauerschaft, aber auch Pfarrer Jens Weber in Hüllhorst.

Dienstag, 08.09.2020, 23:31 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 23:34 Uhr
Pfarrer Reinhard Ellsel (Mitte, in der Christuskirche in Oberbauerschaft) ist von seinen Kollegen Kristina Laabs und Jens Weber herzlich empfangen worden. Im Kirchenkreis Lübbecke wirkt er bereits seit 2008. Foto: Kathrin Kröger

Er fühle sich schon sehr wohl in der Gemeinde, bekundet Reinhard Ellsel. „Er hat gleich die Urlaubsvertretung übernommen und ist ja auch nicht unbekannt hier im Kirchenkreis“, fügt Kristina Laabs hinzu. Nach seiner Vita gefragt, sagt der 55-jährige Ellsel („Pfarrer-Sein ist ein sehr schöner Beruf“), dass er gebürtig aus Enger-Belke-Steinbeck komme und in Münster, Thübingen, Bern und Heidelberg studiert habe. Der verheiratete Familienvater von vier Kindern hat seinen Wirkungskreis seit 2008 im Kirchenkreis Lübbecke – zunächst in Oppenwehe/Wehdem, ab 2013 in Alswede und Preußisch Oldendorf. Er hielt auch Vorträge im Kreis und widmete sich der Erwachsenenarbeit wie zum Beispiel der Frauenhilfe. Zuvor war der in Lübbecke lebende Theologe zwölf Jahre lang Gemeindepfarrer in Bielefeld-Sennestadt.

Im Zuge einer Wiedereingliederung nach Krankheit bekleidet Reinhard Ellsel bis Ende des Jahres eine halbe Stelle in der Kirchengemeinde Hüllhorst-Oberbauerschaft, die dann zu einer dreiviertel Stelle werden soll. Auch Kristina Laabs hat nur eine halbe Stelle im Pfarrbezirk Oberbauerschaft inne und freut sich deshalb umso mehr über den Neuzugang. „Das ist schon allein ein großes Paket, die ganzen Geburtstagsbesuche zu machen“, erzählt sie. Vornehmlich werde Reinhard Ellsel in Oberbauerschaft tätig sein, aber auch vertretend in Hüllhorst sowie nach Bedarf in Schnathorst und Tengern.

Harmonische Atmosphäre

Dem doch so bekannten „Neuen“ („Ich bin hier früher schon mit meiner Mofa rumgegurkt“) ist anzumerken, dass er sich am richtigen Platz fühlt und eine harmonische Atmosphäre zwischen ihm und seinen Pfarrerkollegen herrscht. „Sie haben Freude am Glauben und können dies authentisch vermitteln. Die Kommunikation läuft hier gut“, sagt Ellsel über Laabs und Weber. Und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Ich habe keine einzige Stänkerei gehört bei den Geburtstagsbesuchen.“

Gern möchte Reinhard Ellsel auch neue Ideen einbringen – vorstellbar seien für ihn beispielsweise ein Besuchsdienstkreis oder ein Lektürekreis – doch zunächst wolle er sich im Zuge seiner Aufgaben noch mehr mit den Abläufen vertraut machen.

Ellsel ist beim Kirchenkreis angestellt. Superintendent Dr. Uwe Gryczan sei mit der Berufung des 55-Jährigen nach Oberbauerschaft auf die Wünsche von Pfarrer Ellsel „und auf unsere eingegangen“, betont Laabs.

Pfarrbezirke helfen sich untereinander

Mit ein wenig Stolz blicken Laabs und Weber auf die Vereinigung der Kirchengemeinden Hüllhorst und Oberbauerschaft Mitte 2017, die reibungslos und zügig vonstatten gegangen sei. Nur vier Monate habe die Fusion gedauert, so Weber, der in Hüllhorst eine ganze Stelle ausfüllt. „Wir haben einen starken Partner gefunden“, sagt Laabs. Und ihr Hüllhorster Kollege ergänzt: „Für uns ist das auch eine Win-Win-Situation.“ Die Pfarrbezirke würden sich untereinander aushelfen und dennoch behalte jede Gemeinde ihre Eigenständigkeit.

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