CVJM Hüllhorst veranstaltet Insektenforschertage für Kinder
Die Welt der Winzlinge

Hüllhorst (ria/WB). Alles was in unseren Gärten, Wäldern und Wiesen krabbelt, fliegt und summt stand im Mittelpunkt der Insektenforschertage, die der CVJM in Hüllhorst veranstaltet hat. Spielerisch konnten die jungen Forscher die Welt der Schmetterlinge, Bienen und Ameisen erkunden und ihr Wissen um die heimische Artenvielfalt erweitern, ohne dass Spaß und Bewegung dabei zu kurz kamen.

Montag, 03.08.2020, 20:00 Uhr
Der gefleckte Schmalbock erinnert durch seine Zeichnung an eine Wespe und ist so vor vielen Feinden geschützt. Foto: Ria Stübing

Die Idee zu dem zweitägigen Programm rund um die Welt der sechsbeinigen Winzlinge ist entstanden, weil die Freizeiten für Kinder und Jugendliche, die der CVJM sonst in den Sommerferien veranstaltet, in Folge der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. „Wir wollten etwas über einen längeren Zeitraum mit den Kindern machen, um auch den Eltern etwas Entlastung zu bieten“, erklärt Maximilian Hafer, der derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst beim CVJM absolviert und der die Organisation gemeinsam mit Andrea Happe in die Hand genommen hatte. Unterstützt wurde das Team von Corinna Hensel und Maren Podschadly, die als Küchenfeen für die Verpflegung der Gruppe sorgten.

Am ersten Morgen stand nach dem Kennenlernen eine Schnitzeljagd auf dem Programm. Das Lösen kleiner Rätsel und kniffliger Knobelaufgaben führte die Jungen und Mädchen zu verschiedenen Infoblättern, welche später im Zentrum einer großen Collage standen, die die Kinder gemeinsam anfertigten. Ergänzt wurde das Plakat mit gesammelten Pflanzen und kleinen Karten, welche die eifrigen Forscher mit Zeichnungen und informativen Kurztexten rund um das Leben der Schmetterlinge, Bienen und Käfer versehen hatten. Was Insekten überhaupt sind, wo und wovon sie leben und wer ihr Leben gefährdet – all das war am Ende des Tages hier zu lesen. Die notwendigen Informationen konnten der bereitgestellten Literatur entnommen werden. Am Nachmittag durfte jeder Teilnehmer sein eigenes Insektenhotel aus einer Konservendose basteln und dieses mit nach Hause nehmen.

Exkursion in den Wald

Für den zweiten Tag hatte sich Experten-Besuch angekündigt: Eine Biologin sollte den Kindern ihre Fragen beantworten und eine kleine Exkursion mit ihnen in den Wald unternehmen. Für die jungen Teilnehmer stand schnell fest, dass die Insektenforschertage eine gelungene Sache sind. „Ich finde es richtig toll hier und habe schon neue Freunde gefunden“, berichtet die zehnjährige Lucy. Auf die Frage, was denn am meisten Spaß mache, ist Tajas Antwort ganz klar: „das Aufkleben der Bilder und Pflanzen“. Die Neunjährige hat sich intensiv mit den Schmetterlingen beschäftigt und unter anderem herausgefunden, dass diese mit 150.000 Arten, die größte Gruppe innerhalb der Insekten darstellen. Jolien hat sich viel Mühe gegeben, für das Plakat Zeichnungen von Wespe und Ameise anzufertigen und etwas über die Besonderheiten dieser Arten herauszufinden. Der Ursprung des Begriffes „Wespentaille“ hat sich der zehnjährigen Forscherin so auch erschlossen, rührt dieser doch daher, dass der Leib des schwarz-gelben Raubinsektes am Übergang zum Unterleib stark eingeschnürt ist.

Vielleicht hat der eine oder andere junge Forscher in diesen Tagen sein Interesse für die Welt der Insekten entdeckt, ist diese doch rein mengenmäßig eine sehr große, auch wenn die meisten der Tierchen auf den Menschen eher unscheinbar wirken. Allein in Deutschland gibt es etwa 30.000 Insektenarten, weltweit wird ihre Zahl auf beinahe eine Million geschätzt. Mit Insektenhotels, Blühstreifen und Blumenwiesen, sowie dem Verzicht auf Insektizide kann jeder seinen Beitrag leisten, die Artenvielfalt zu schützen und zu erhalten und so auch in Zukunft noch beim Spaziergang Freude an den tanzenden Schmetterlingen am Wegesrand zu haben.

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