LWL-Politiker besuchen Kahle Wart in Oberbauerschaft
Auf dass das Lachen zurückkehrt

Hüllhorst (WB). Kultureinrichtungen und Denkmäler in Corona-Zeiten – über die aktuelle Situation und Perspektiven haben sich Mitglieder des FDP-FW-Fraktionsarbeitskreises Kultur im Landschaftsverband Westfalen-Lippe bei ihrer Tagesklausur im Kreis Minden-Lübbecke informiert. Stationen waren die Freilichtbühne Kahle Wart und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica.

Montag, 03.08.2020, 05:00 Uhr
Die LWL-Politiker (von links) Martin Koke, Heinz Dingerdissen, Reinhard Broich, Arne Hermann Stopsack, Philip Schmidtke-Mönkediek, Alfred Edelhoff, Alexander Arens und Kai Abruszat machen mit Jürgen Hahn und Karin Struckmeyer einen Rundgang über die Kahle Wart.

Auf der Kahlen Wart trafen sich die Politiker mit dem Ehrenvorsitzenden des Heimatvereins Oberbauerschaft, Jürgen Hahn, der dessen Geschicke mehr als 30 Jahre als Vorsitzender und Geschäftsführer bis einschließlich 2017 lenkte, sowie mit der derzeitigen zweiten Vorsitzenden Karin Struckmeyer. In diesem Jahr ist alles anders: keine Schauspieler auf der Bühne, kein Lachen im Publikum, keine Musik- oder Volkstanzgruppe des Heimatvereins. Schweren Herzens wurde für dieses Jahr wegen der Corona-Krise zum Schutz der Menschen die komplette Saison abgesagt.

Seit 1953 unterstützt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Freilichtbühnen. Im Jahr 2018 hatte der LWL für die Freilichtbühne in Oberbauerschaft den Einbau der neuen Beleuchtungstechnik mit 9000 Euro bezuschusst, im Jahr 2017 lag der Zuschuss bei rund 16.000 Euro.

Kultur nicht nur in großen Städten

Jetzt hoffen Jürgen Hahn und Karin Struckmeyer, deren Herzblut und Begeisterung man im Gespräch für ihre Freilichtbühne spürt, dass im kommenden Jahr die Saison stattfinden kann und auf die Bühne das Lachen zurückkehrt. „Es ist beeindruckend, was der Heimatverein Oberbauerschaft seit 1947 auf die Beine stellt. Kultur gibt es eben nicht nur in den großen Städten. So etwas lebt vom ehrenamtlichen Engagement der Menschen vor Ort. Das unterstützen wir von der FDP-FW-Fraktion im LWL deshalb besonders gern“, sagten Arne Hermann Stopsack, Philip Schmidtke-Mönkediek und der Stemweder Bürgermeister Kai Abruszat in seiner Funktion als stellvertretender kulturpolitischer Sprecher.

Fast zwei Jahre nach der Wiedereröffnung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals in Porta Westfalica konnte man bis zur Corona-Krise eine sehr positive Bilanz ziehen. Die Besucherzahlen lagen deutlich über den Erwartungen. Im Jahr 2018 besuchten etwa 230.000 Menschen das Denkmal und genossen die Aussicht über die Weser; 2019 konnten etwa 210.000 Gäste verzeichnet werden. Aber auch trotz der Corona-Krise ist das Kaiser-Wilhelm-Denkmal selbst in diesem Sommer ein touristisches Highlight der Region.

Im Besucherzentrum des Denkmals können sich die Besucher über die Geschichte informieren. Demnächst sollen sich aber auch Kinder bei ihrem Besuch spielerisch mit dem Denkmal und seiner Geschichte auseinandersetzen können. Am Fuße des Bauwerks ist deshalb eine große Kinderaktionsfläche geplant, zu der eine Experten-Jury jetzt den Sieger aus mehreren Entwürfen dafür gekürt hat. Das Urteil der Jury fiel einstimmig für den Entwurf des Iserlohner Büros „Bimberg Landschaftsarchitekten“ aus. Zwei Grabungsfelder, ein Tastort zur Geologie des Geländes sowie eine kaiserzeitliche Baustelle sollen dann Einblicke in die Zeitschichten am Kaiser-Wilhelm-Denkmal geben. Mit der Fertigstellung ist nach Angaben des LWL Mitte bis Ende nächsten Jahres zu rechnen.

Abschluss der Tagung bei Barre

Zu einer gelungenen und informativen Tagung des Arbeitskreises Kultur der FDP-FW-Fraktion im LWL gehört auch immer ein schöner Abschluss. Zunächst besichtigten die Politiker deshalb das Brauerei-Museum „Barres Brauwelt“ in Lübbecke, wo unter anderem die älteste noch befüllte Bierflasche Deutschlands zu sehen ist.

Daran anschließend gab es zum Verkosten leckere Barre-Biere in Familientradition seit 1824.

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