CDU Hüllhorst fordert Bürgerbeteiligung bei Grundschulfrage
„Kein richtig oder falsch“

Hüllhorst (WB/vw). Die CDU Hüllhorst positioniert sich klar in der Grundschulfrage. „Wir stehen vor den Kommunalwahlen und die Menschen in Hüllhorst wollen von allen Parteien wissen, wie es in einer solchen wichtigen Frage weitergehen soll“, sagt Sven Öpping, Vorsitzender der CDU Hüllhorst. „Die CDU duckt sich nicht wie andere weg, sondern hat sich für den gemeinsamen Weg mit den Bürgerinnen und Bürgern entschieden. Wir wollen unseren Wählerinnen und Wählern reinen Wein einschenken.“

Donnerstag, 09.07.2020, 05:44 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 06:01 Uhr
Die Debatte um die Grundschulstandorte in der Gemeinde Hüllhorst, auf dem Foto die Grundschule in Büttendorf, reißt nicht ab. Die CDU um ihren Vorsitzenden Sven Öpping will nun die Bürger in die Entscheidung mit einbeziehen.

Seitdem im März 2018 aus dem Kreise der Hüllhorster Grundschulleiterinnen die Debatte um die Schulstandorte angestoßen wurde, nimmt sie immer breiteren Raum in der Öffentlichkeit ein, hat aber auch zu Kontroversen geführt und Sorgen entstehen lassen. Eine Grundschulkommission wurde gebildet und vier Optionen vorgestellt. Die von der Kommission mehrheitlich favorisierte ist die Zusammenlegung aller Standorte.

Sven Öpping: „Wir haben festgestellt, dass sowohl unter unseren derzeitigen Ratsmitgliedern als auch unter den Ratskandidaten die Meinungen in der Grundschuldebatte auseinander gehen. Jedes Argument hat dabei seine Berechtigung, da diese Entscheidung eine immens wichtige für die kommenden Jahrzehnte sein wird, sowohl in pädagogischer als auch in finanzieller Sicht. Es gibt in dieser Frage kein richtig oder falsch. Aus diesem Grund haben wir erkannt, dass der einzig sinnvolle Weg die Beteiligung der Menschen in dieser Gemeinde sein kann.“

„Unser Verständnis von Demokratie“

Aus diesem Grund will die CDU eine Informationsveranstaltungsreihe durch alle Ortschaften der Gemeinde organisieren, bei der das Für und Wider jeder Lösung ergebnisneutral vorgestellt wird. Danach soll es nach dem Willen der Christdemokraten eine Bürgerbeteiligung geben, die der Entscheidung im Rat als Grundlage dient. „Wir versprechen, dass wir die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde mit einbeziehen. Das ist unser Verständnis von Demokratie in einer solch wichtigen Entscheidung“, sagt Sven Öpping abschließend.

Im November hatte die 56-köpfige Grundschulkommission ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Option 1 besagt: keine Teilstandorte. Die Teilstandorte entfallen, die Hauptstandorte Oberbauerschaft, Schnathorst und Tengern (dann jeweils zweizügig) bleiben. Option 2 steht für zwei Standorte. Tengern und Oberbauerschaft (jeweils dreizügig) bleiben und werden adäquat baulich erweitert. Option 3 bedeutet ebenfalls zwei Standorte. Schnathorst (vierzügig) und Oberbauerschaft (zweizügig) bleiben und werden passend baulich erweitert. Option 4 besagt: Alle bestehenden Standorte entfallen. Stattdessen wird ein neuer Schulstandort (sechszügig) geschaffen. Die Schwimmhalle Oberbauerschaft und die Gymnastikhalle Tengern bleiben. Die schulische Nutzung der Schwimm- und Sporthalle Schnathorst entfällt.

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