Bernd Rührups Sohn war Gast des Festes in Vehlage – „alle topfit“ Hüllhorsts Bürgermeister ist in Quarantäne

Hüllhorst (WB). Bürgermeister Bernd Rührup arbeitet seit Samstagnachmittag im Home-Office. Der 53-Jährige hat sich gemeinsam mit Ehefrau und Sohn in seinem Haus in Holsen in Quarantäne begeben. Es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme. „Wir sind alle topfit“, sagte das Gemeindeoberhaupt am Sonntagmorgen am Telefon.

Von Kathrin Kröger
Der Hüllhorster Bürgermeister Bernd Rührup kann derzeit nicht an seinem Schreibtisch im Rathaus Platz nehmen. Er ist dem Aufruf des Kreises bezüglich des Festes in Vehlage gefolgt und hat sich in häusliche Isolation begeben.
Der Hüllhorster Bürgermeister Bernd Rührup kann derzeit nicht an seinem Schreibtisch im Rathaus Platz nehmen. Er ist dem Aufruf des Kreises bezüglich des Festes in Vehlage gefolgt und hat sich in häusliche Isolation begeben. Foto: Kathrin Kröger (Archiv)

Wie es dazu kam? Der Sohn des Bürgermeisters gehörte zum Besucherkreis des bayerischen Festes am Samstag, 7. März, in Espelkamp-Vehlage , auf dem mindestens eine der mit dem Coronavirus infizierten Personen gewesen ist (wir berichteten). Bernd Rührup und seine beiden Familienangehörigen folgen damit einem Aufruf des Kreises Minden-Lübbecke.

Isolation gilt bis zum 21. März

Der dortige Krisenstab hat nämlich am Wochenende seinen Appell bezüglich der beliebten „Hütten-Gaudi“ des Gasthauses Rose erweitert. Zunächst hatte der Kreis darum gebeten, dass Festgäste mit Symptomen zu Hause bleiben, soziale Kontakte meiden und sich telefonisch bei ihrem Hausarzt oder beim ärztlichen Notdienst der kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116117 melden. Sofern mehrere Personen einer Hausgemeinschaft erkranken, soll bei der Person mit der ausgeprägtesten Symptomatik ein Abstrich vorgenommen werden.

Nun wurden alle Besucher der Veranstaltung sowie deren in häuslicher Gemeinschaft lebenden Mitbewohner aufgerufen, sich bis Samstag, 21. März, in häusliche Isolation zu begeben – unabhängig von der Entwicklung von Symptomen.

„Ich sitze in meinem Hausbüro und bin ganz normal im Dienst“

In einer E-Mail hatte Rührup bereits am Samstagabend über seine persönliche Situation unterrichtet. Darin heißt es unter anderem: „Da mein Sohn zum Besucherkreis der Veranstaltung gehört, gilt die häusliche Isolation somit auch für mich und meine Frau. Symptome sind nicht aufgetreten.“ Er werde die Leitung des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse – SAE Hüllhorst – bis auf Weiteres via Home-Office wahrnehmen.

„Ich sitze in meinem Hausbüro und bin ganz normal im Dienst. Gott sei Dank habe ich die technischen Möglichkeiten dazu. Mit Herrn Vielstich und dem Stab befinde ich mich im ständigen Austausch“, so das Gemeindeoberhaupt im Telefonat mit dieser Zeitung, bei dem er einen entspannten Eindruck machte. Er habe alle informiert und wolle sofortige Transparenz schaffen.

Kämmerer und Beigeordneter Elmar Vielstich werde ihn von Montag an im Rathaus vertreten. Die Quarantäne für den Hüllhorster Bürgermeister gilt zum jetzigen Zeitpunkt eine Woche lang, also bis zum 21. März, da besagtes Fest bereits am 7. März gefeiert wurde.

Der Kreis teilt auf seiner Homepage mit, dass mit dieser Maßnahme eine Verbreitung der Viruserkrankung eingedämmt werden soll. Der Krisenstab setze auf die Mitwirkung möglichst aller Besucherinnen und Besucher des bayrischen Abends und bedanke sich bereits jetzt für das Verständnis und die Unterstützung. Die Kreisverwaltung betont „die gute Zusammenarbeit mit dem Gasthaus Rose“ und weist ausdrücklich darauf hin, „dass der Vorgang absolut nichts mit dem Betrieb des Gasthauses Rose zu tun hat“.

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