Bilanzpressekonferenz: 3 Prozent Dividende für die 7110 Anteilseigner
Volksbank setzt auf Nachhaltigkeit

Hüllhorst-Schnathorst (WB). Mit einem guten Jahresabschluss im Rücken und vielversprechenden Projekten in der Vorbereitung fühlt sich die Volksbank Schnathorst gut aufgestellt. Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz haben die Vorstände Frank Rohs und Detlev Priehs das Zahlenwerk 2019 und ihre Strategien für eine nachhaltige Geschäftsphilosophie vorgestellt.

Freitag, 06.03.2020, 10:00 Uhr
Die beiden Vorstände Frank Rohs (links) und Detlev Priehs (rechts) zeigen sich sehr zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Als „Eigengewächs“ für alle Fragen zum Thema Nachhaltigkeit präsentieren sie den Vermögensberater Jan Viermann. Foto: Silke Birkemeyer

Die 7110 Anteilseigner dürfen sich auf eine Dividende von 3 Prozent freuen, was, so Frank Rohs, angesichts von Kapitalmarktzinsen im Promillebereich eine attraktive Rendite sei. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in einem Umfeld mit niedrigen Zinsen und verstärkter Regulatorik gelang es der Volksbank Schnathorst, das gesamte Kundenvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10 Prozent auf 631,5 Millionen Euro zu steigern.

Überdurchschnittliche Zuwächse bei Kundenanlagen

Insbesondere bei den Kundenanlagen, die sich aus Spar- und Termineinlagen sowie Wertpapieranlagen zusammen setzen, verzeichnete die Bank, die mit vier Filialen in der Gemeinde Hüllhorst und in Löhne-Obernbeck aktiv ist, mit einem Plus von 14,6 Prozent überdurchschnittliche Zuwächse.

Auch das Kreditgeschäft wuchs 2019 erneut und erreichte ein Volumen von 262,6 Millionen Euro. Die Auflösung der Wertpapierclubs und die damit einhergehende Zusammenlegung in den eigenen von Volksbank-Vermögensberatern gemanagten Fonds „Terra.Point“ konnte erfolgreich umgesetzt werden. Nach einem Start mit 480 Kunden und einem Volumen von 8,5 Millionen Euro wurden zum Jahresende 12,5 Millionen Euro in dem Fonds verwaltet. Aktuell sind damit 600 Kunden über den Fonds am Wertpapiermarkt beteiligt. „Wir haben mit unserer Performance den DAX und auch den Dow Jones geschlagen“, freute sich Priehs über den guten Start des Produktes, das nach seinen Angaben in der Region eine Alleinstellung besitzt.

Zertifizierter Nachhaltigkeitsberater

Im Hinblick auf das 125-jährige Bestehen im kommenden Jahr präsentierte die Bank eine weitere Neuerung. Als Genossenschaftsbank sei die Volksbank Schnathorst an langfristigen Kundenbeziehungen und Erfolgsstrategien interessiert. „Das Thema Nachhaltigkeit ist untrennbar mit unserer Geschäftsphilosophie verbunden“, sagte Frank Rohs vom Vorstand. Die dazu gehörige proaktive Beratung und die stetige Optimierung nachhaltiger Produkte, sowohl in der Vermögens- wie auch in der Privatkundenberatung, hat in der Volksbank jetzt ein Gesicht bekommen. Zuständig ist der 31-jährige Bankkaufmann Jan Viermann.

Der Vermögensberater absolviert zurzeit eine Zusatzausbildung an der Akademie Deutscher Genossenschaften zum „zertifizierten Nachhaltigkeitsberater“. Bei der Ausrichtung der Bank und der Aufstellung und Verfolgung von Nachhaltigkeitszielen gehe es um ökologische, soziale und ökonomische Aspekte, sagte Viermann. Das von den Vereinten Nationen definierte Ziel „Keine Armut“ sei zum Beispiel ein wichtiges Thema, wenn es um Beratungen zur Altersvorsorge ginge. „Wir sind den Regulatorien aus Brüssel einen Schritt voraus“, erläuterte Frank Rohs. Weitere Maßnahmen zum Klimaschutz seien bankeigene Kredite für die Umrüstung oder den Austausch von Heizungsanlagen. Hier unterstützt die Bank ihre Kunden bei der Beantragung der Zuschüsse.

Viele Projekte in Region unterstützt

Als Investor wird die Volksbank Schnathorst im Ortskern von Hüllhorst tätig. Dort plant das Kreditinstitut den Bau von zwei Wohn- und Geschäftshäusern mit rund 20 altersgerechten und barrierefreien Wohnungen sowie die Umgestaltung des Dorfplatzes. Über die Teilnahme an dem Projekt „Dörfer mit Ideen 2020“ erhoffen sich die Organisatoren 65 Prozent Zuschüsse von Land NRW. Ihre Verbundenheit zur Region zeigte die Bank im vergangenen Jahr mit der Unterstützung in Höhe von 40.000 Euro für 40 Vereine und Einrichtungen.

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