Sportlerheim Schnathorst: 390.000 Euro für Haushalt 2020 bereit gestellt
Neubau oder Sanierung?

Hüllhorst (WB). Kommt ein Neubau oder wird saniert? Diese Frage steht derzeit zum Sportlerheim in Schnathorst im Raum. Eine Förderung kann sowohl für die eine als auch für die andere Variante beantragt werden. Aktuell erarbeitet die Verwaltung, Fachbereich Technik, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für einen etwaigen Neubau. In einer der nächsten Bau- und Umweltausschusssitzungen soll das Thema wieder auf der Tagesordnung stehen.

Mittwoch, 08.01.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 06:02 Uhr
Das Sportlerheim, sprich die Umkleiden und die sanitären Anlagen, nutzen nicht nur die heimischen Fußballer, sondern auch Gastmannschaften. Des Weiteren wird die Anlage von Schule und Kindergarten genutzt. Foto: Kathrin Kröger

Die Politik hatte die Verwaltung damit beauftragt, zu prüfen, ob ein neues Gebäude statt einer Generalüberholung sinnvoll sei beziehungsweise sich rechne. „Bei einer Sanierung bliebe nur die Außenhülle bestehen“, sagte Susanne Sassenberg, Leiterin des Fachbereichs Technik. Diese würde knapp 390.000 Euro kosten – eine Summe, die nach einstimmigem Ratsbeschluss in den Nachtragshaushalt 2020 eingestellt wurde. Dieser Schritt war notwendig, um überhaupt einen Förderantrag stellen zu können.

Hintergrund: Der SV Schnathorst, mit etwa 1200 Mitgliedern der größte Sportverein in der Gemeinde Hüllhorst, hat 2018 die Sanierung des Sportlerheims beantragt. Im Doppelhaushalt 2019/2020 wurden Kosten für die Ingenieurleistungen, aber nicht für die Sanierung eingestellt. Ein Antrag auf Bezuschussung der Maßnahme ist aber nur möglich, wenn die Eigenmittel zur Verfügung stehen.

Umfangreicher Sanierungsbedarf

Sobald fest steht, welche Variante von der Politik favorisiert wird – auch hier muss wieder ein entsprechender Ratsbeschluss erfolgen – wird die Verwaltung einen Förderantrag stellen. Finanzielle Unterstützung gibt es nämlich sowohl für das eine als auch für das andere. Falls der Antrag aus dem Programm „Förderung der Strukturentwicklung des ländlichen Raumes“ in diesem Jahr nicht bewilligt werden sollte (Förderquote: 65 Prozent bei maximal 500.000 Euro Gesamtinvestitionssumme für Sportstätten), soll 2021 ein zweiter Anlauf genommen werden. Dafür hatten sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses bereits Ende November ausgesprochen.

In jener Sitzung verdeutlichte Sassenberg nochmals, wie umfangreich der Renovierungsbedarf im Sportlerheim ist. Sanitäranlagen, Heizungen und Duschen seien veraltet, Fenster müssten erneuert werden, was auch für Wasseranlagen- und -leitungen, Lüftung, Armaturen und dergleichen gelte. „Das Gebäude würde man innen komplett entkernen“, so die Fachbereichsleiterin.

Der Vorsitzende des SV Schnathorst, Marc André Hus, hatte in seinem Schreiben an Bürgermeister Bernd Rührup beklagt, dass der Antrag zur Bereitstellung von Finanzmitteln zwecks Umbau und Sanierung in der Vergangenheit bereits mehrfach gestellt und leider nicht berücksichtigt worden sei. „Wir mussten erstmal die Sportfläche langfristig sichern, darum ging es nicht schneller“, hatte Rührup im Bauausschuss gesagt. „Wir freuen uns, dass das Projekt jetzt angegangen wird“, sagte Lars Wunderlich (UHU)) im Rat und spiegelte damit die Meinung aller Fraktionen wider.

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