Ein gelungenes Benefizkonzert in der Schnathorster Kirche Groophonik lässt es krachen

Schnathorst (eva). Bei Groophonik stellt sich nicht die Frage, ob sie ihr Publikum begeistern können. Beim Benefizkonzert der Volksbank Schnathorst in der örtlichen Kirche stellte sich vielmehr die Frage, ob der Chor sein Schnathorster Publikum von den Stühlen reißen würden.

Bei der Formation Groophonik ist Präzision angesagt. Die insgesamt 24 Sängerinnen und Sänger waren bestens aufeinander abgestimmt. Sie gaben unter anderem ein Medley aus bekannten Stücken von Phil Collins zum Besten.
Bei der Formation Groophonik ist Präzision angesagt. Die insgesamt 24 Sängerinnen und Sänger waren bestens aufeinander abgestimmt. Sie gaben unter anderem ein Medley aus bekannten Stücken von Phil Collins zum Besten. Foto: Eva Rahe

A Capella Energy

Bei Groophonik handelt es sich aber nicht nur um einen einfachen Chor. Die Formation selbst bezeichnet sich als „A Capella Energy“. Was diese Stimm-Energie bedeutet konnten die Schnathorster an diesem Abend live erleben. In ihrer Show „Come Alive“ zeigten die Sänger eine Mischung aus Pop-Songs, Balladen und Filmmusik.

Zunächst einmal waren die Groophoniks aber eine herausragende Erscheinung. Als die 24 Sängerinnen und Sänger plus Chorleiter Tobias Richter ganz in weiß auf die Bühne traten, erhellten sie den gesamten Chorraum. Tobias Richter, der neben dem Dirigieren auch Beatboxing und das Schlagzeugspielen übernahm, war voller Energie.

Er erklärte dem Publikum: „Wenn Sie gerne ihre Füße bewegen wollen, oder gleich ihren Körper, fühlen sie sich frei. Wir erinnern uns, dass beim letzten Mal alle getanzt haben.“

Feuer und Flamme

Tatsächlich waren Groophonik schon zum zweiten Mal in Schnathorst. Vor zwei Jahren gastierten sie am Wiehengebirge und ließen es ordentlich krachen. Daran konnte sich Detlef Priehs von der Volksbank sehr gut erinnern. „Wir waren uns im Vorstand schnell einig, dass wir sie noch einmal in Schnathorst haben möchten“, erklärte er in seiner Rede.

Und den Schnathorstern gefiel, was sie sahen. Sie waren sofort Feuer und Flamme für die gesanglich ausgefeilte und auf den Punkt gebrachte Darbietung. Bei Stücken wie „Africa“ von Toto, „Let me entertain you“ von Robbie Williams oder „Happy“ von Pharrel Williams wurde mitgeklatscht, gewippt und mit den Füßen geschaukelt. Aber auch die traurigeren Lieder zogen die Schnathorster in ihren Bann. Besonders berührend war die Interpretation des Stückes „Weg“ von Herbert Grönemeyer. Nach einer Einleitung von Tobias Richter erklangen die zaghaften ersten Töne des Liedes, gesungen von den weiblichen Stimmen.

Passend zur Perfektion der Stücke gab es eine faszinierende Lichtshow, die die Sänger mal in sanftes Licht tauchte, dann im bunten gleißenden Lichtspiel in Szene setzte. Die Zuschauer waren begeistert von der Show und ließen die Groophoniks erst nach zwei Zugaben gehen. Und diese schafften es tatsächlich, die Schnathorster von den Sitzbänken zu reißen. Sie klatschten begeistert Beifall und schunkelten zu „Music was my first love“ von John Miles und einem 90er-Medley zum Abschluss.

Der Erlös

Der Erlös des Benefizkonzertes werde wie immer gespendet, erklärte Detlev Priehs. In diesem Jahr gehe die Spende an die Kindergärten in Hüllhorst und Obernbeck.

Kommentare

Cantiamo vergessen!

Schöner Bericht. Danke. Allerdings haben nicht wir von Groophonik den Song "Happy" gesungen, sondern der Chor Cantiamo. Dieser hat im Übrigen den Abend auf wunderbare und sympathische Weise mit seinen Liedern eröffnet.
Leider wurde das in ihrem Beitrag mit keinem Wort erwähnt. Ich finde das sehr bedauerlich. Als Cantiamomitglied wäre ich jetzt beleidigt.
Vielleicht sollte man von Redaktionsseite aus in Erwägung ziehen, hier noch einen Bericht hinterher zu schieben.
Viele Grüße
Manfred Willenberg-Struck (Groophonik)

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