Europeade-Treffen mit weitgereisten Gästen und der Sonderburger Doppelquadrille
Schunkeln geht auch im Stehen

Hüllhorst-Oberbauerschaft  (WB). Die Europeade ist das größte Trachten- und Folklorespektakel, das der Kontinent zu bieten hat. Auf Einladung der Folkloregruppe Oberbauerschaft waren nun 70 Gäste aus befreundeten Vereinen im Dorf am Wiehen zu Gast. Sie erlebten ein geselliges Wochenende mit Pauken und Trompeten.

Dienstag, 05.11.2019, 08:00 Uhr
Stets zum Schunkeln und zum Tanz aufgelegt: Beim Treffen zur Europeade-Nachlese haben die Teilnehmer im Heimathaus auf der Kahle-Wart-Bühne vollen Körpereinsatz gezeigt. Drei Tage lang waren etwa 70 Gäste zu Besuch in Oberbauerschaft. Foto: Silke Birkemeyer

Seit 1952 gibt es die Europeade, an der in diesem Jahr über 5000 Musiker und Tänzer teilgenommen hatten. »Es war genial«, schwärmte Claudia Radke, die sowohl in der Dorfkapelle wie auch in der Volkstanzgruppe und dem Heimatverein aktiv ist. Allein 1000 deutsche Teilnehmer waren im Sommer im hessischen Frankenberg zu Gast. Was die Teilnehmer vereint, war im Heimathaus auf der Kahle-Wart-Bühne nach wenigen Takten mit der Dorfkapelle klar. Da wurde mitgeklatscht, jede Gelegenheit zum Mitsingen genutzt und das Abendessen schunkelnd im Stehen eingenommen.

Leichtes Amt für Claudia Radke

Fest-Organisatorin Claudia Radke hatte ein leichtes Amt. Ein kurzes »Hallo und guten Appetit« reichte aus, um die Gäste auf den Abend einzustimmen. Als Mitglied im deutschen Europeade-Komitee weiß Claudia Radke, worauf sich die Teilnehmer des dreitägigen Nachtreffens freuen und was auf dem Programm stehen sollte. In diesem Jahr waren es Ausflüge zur Schachtschleuse und zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Die Gäste waren in der Jugendherberge Rödinghausen untergebracht, ein Ort, der viel Platz für gesellige Runden und Tanz bietet. Und genau das stand für die Gäste vom RTG München, der Folkloregruppe Linsengericht (Nähe Frankfurt) oder der Trachtengruppe Waldburg (Nähe Stuttgart) und die anderen Teilnehmer ganz weit oben auf der Agenda. So wie die Oberbauerschafter, die in diesem Jahr zum 35. Mal zur Europeade angereist waren, sind auch die anderen Vereine und Gruppen Stammgäste der Sommerveranstaltung mit 180 europäischen Regionalvertretern.

Zigeunerpolka und »Blaue Bauern«

Das Wochenende wurde nicht nur zur Vorbereitung auf das kommende Jahr genutzt, sondern auch zum Erkenntnisgewinn in klassischen Tänzen wie Zigeunerpolka, den »Blauen Bauern« oder die Sonderburger Doppelquadrille. »Der Spaß am Tanz und an der Musik sind für uns das verbindende Element«, sagte Radke. In Oberbauerschaft gäbe es aktuell erfreulicher Weise kein Nachwuchsproblem und erstaunlich viele junge Mitglieder, sowohl in der Dorfkapelle (250 Mitglieder) wie auch in der Trachtengruppe (24 Tänzer). Ein Grund für die Beliebtheit in Oberbauerschaft mag in der Attraktivität der Reiseziele liegen. Zwischen Sardinien oder Dänemark gab es seit Gründung der Europeade viele schöne Ziele. Als heimische Repräsentanten der westfälischen Folklore wollen die Oberbauerschafter auch nächstes Jahr wieder teilnehmen. Ziel ist dann Klaipeda in Litauen.

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