Abschluss des Projekts zur Natur- und Umweltbildung im Offenen Ganztag
Kinder pflanzen Glücksbaum

Schnathorst (WB). Wahrnehmen, Beobachten, Forschen und Nachdenken: Die Kinder des Offenen Ganztages der Grundschule Schnathorst (OGS) haben von Mai bis September Natur einmal ganz anders erlebt. Angeleitet von Jäger Dieter Bohlmann haben die Jungen und Mädchen spielerisch viele Abenteuer im Wald und in der Natur vor der Schultür erfahren.

Mittwoch, 02.10.2019, 08:00 Uhr

Die beiden Betreuerinnen der OGS, Angelika Ring und Kerstin Holzmeyer, begleiteten die Schüler durch das halbe Jahr. Zum Abschluss ging es in den Schulgarten. Dort hatte die Gärtnermeisterin Gabriele Labes ein großes Loch gegraben. Daneben lag ein Baum. »Das ist ein Ginkgo-Baum. Den gab es schon vor den Dinosauriern. Der kommt ursprünglich aus China. Das ist in Asien.« Die Kinder staunten. Der Baum werde auch Glücksbaum oder Tempelbaum genannt, erläutere sie weiter. Er könne 1000 Jahre alt werden und bis zu 40 Meter groß.

Bäume pflanzen ist gut für den Klimaschutz

Bis jetzt wussten die Kinder, dass Buchen bis zu 300 Jahre und Eichen bis 800 Jahre alt werden können. Und dass sieben bis acht Kinder die wohl größte Eiche in Schnathorst umarmen können. Nun lernten die Grundschüler wieder etwas Neues dazu. »Wir pflanzen unseren eigenen Baum zum Klimaschutz«, riefen die Kinder Angelika Ring zu. Für die OGS-Betreuerin hatte das eine besondere Bedeutung.

»Das ist meine letzte Amtshandlung als OGS-Leiterin«, sagte sie gerührt. Das Baumpflanzen war für die Kinder ebenfalls ein Abschluss. Ihr Projekt zur Natur- und Umweltbildung in der OGS ging zu Ende. Dieter Bohlmann war voll des Lobes für seine Schüler. »Ihr habt prima mitgemacht, ward immer interessiert, habt Fragen gestellt. Ich glaube, es hat euch richtig viel Spaß gemacht.« Einmal wird er aber noch wiederkommen. Dann können die Schnathorster OGS-Schüler ihr handwerkliches Geschick beim Bauen und Gestalten von Nistkästen beweisen.

Kinder haben viel gelernt

Bohlmann fragte die Kinder noch einmal ab. Warum ist der Wald so wichtig? »Damit der Nordpol nicht wegschmilzt«, wusste Lutz. »Damit wir atmen können«, sagten gleich zwei Schüler gemeinsam. Bohlmann staunte. Über die Nachrichten in der Zeitung und von den großen Schülern haben sie erfahren, dass Klimaschutz ein wichtiges Thema für alle ist. Bohlmann verriet ihnen etwas über Kohlendioxid (CO 2) , was sie bestimmt noch öfter hören werden: »Jeder Baum entnimmt aus der Luft etwas CO 2

Der Wald diene auch der Entspannung. Die OGS-Schützlinge wussten sehr viel und zeigten, wie intensiv sie sich mit dem Thema beschäftigt haben und dass sie Natur alles andere als blöd und langweilig finden. Konrad Lorenz hat einmal gesagt: »Nur wer als Kind die Natur und Umwelt lieben gelernt hat, wird sie auch als Erwachsener schützen und bewahren«, wussten die Organisatoren.

Bohlmann ist beeindruckt

Bohlmann zeigte den Kindern Nistkästen mit Küken. Den Mädchen gefielen die »Baby-Vögel« besonders gut. Einigen besonders aktiven Jungen machte das Fuchs- und-Hase-Spiel (Fangen- und Versteck-Spiel im Wald) am meisten Spaß. Bohlmann hatte bei einem seiner Waldbesuche jedem Kind erlaubt, sich seinen eigenen Baum auszusuchen und ihm einen Namen zu geben. »Beim nächsten Waldbesuch einige Tage später hat jedes Kind ›seinen‹ Baum wiedergefunden«, staunte er noch am Baumpflanztag.

Die Rollende Waldschule ermöglichte es außerdem den Kindern, Waldtiere anzuschauen. Gefördert wurde das Projekt von der Stiftung des Energieunternehmens Gelsenwasser.

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