Förderanträge gestellt: Umgestaltung am DGH und Sanierung des Spritzenhauses
Schnathorst macht sich hübsch

Hüllhorst-Schnathorst (WB). Gleich zwei Förderanträge hat die Verwaltung für Schnathorst gestellt: für 2020 die Umgestaltung der Freiflächen am Dorfgemeinschaftshaus zu einem Dorfplatz (Gesamtkosten: 175.000 Euro) und für 2019 die Sanierung des alten Spritzenhauses (Gesamtkosten: 140.000 Euro).

Samstag, 07.09.2019, 15:00 Uhr
Ortsvorsteher Reinhard Scheerer vor dem Ende 2002 eingeweihten Dorfgemeinschaftshaus: Die freien Flächen rund um das Gebäude sollen verschönert werden. Ein Vorschlag ist, die Zuwegung zu verlegen, so dass sie direkt zum Eingang führt. Foto: Kathrin Kröger

Ortsvorsteher Reinhard Scheerer steht vorm Dorfgemeinschaftshaus (DGH) und weist auf die gravierendste Veränderung hin, die geplant ist – falls der Förderantrag bewilligt wird. Die Zuwegung soll anders gestaltet werden. »Der Verbundsteinpflasterweg von der Straße Am Bahnhof soll verlegt werden, so dass er geradeaus zum Eingang des Gebäudes führt«, erläutert Scheerer. Außerdem soll der Parkraum noch besser ausgeschöpft werden. Darum regt die Gemeinde unter anderem an, die Glas- und Altkleidercontainer auf den westlichen Teil des Geländes zu verlegen.

Weitere geplante Maßnahme: Der Parkplatz zur benachbarten Gastwirtschaft soll mit einer Hecke umfasst werden, um eine optische Trennung zu schaffen. »Es würde generell mehr Grün geben«, sagt Reinhard Scheerer und weist auf den Boule-Platz hin, der momentan mit einem nicht gerade ansprechenden Maschendrahtzaun eingegrenzt ist. Auch hier hat die Gemeinde eine Hecke als Alternative vorgeschlagen. »Ferner ist geplant, einen kleinen Weg dorthin zu schaffen, damit die Boule-Spieler nicht um das ganze DGH herumgehen müssen«, so der Ortsvorsteher.

Hoffnung auf Zuschuss

Auch die Aufenthaltsqualität spielt eine wichtige Rolle bei der Umgestaltung. Die Verwaltung schlägt vor, eine klar definierte Eingangszone mit einer neuen Treppenanlage sowie eine Empfangszone mit Sitzgelegenheiten und Fahrradstellplätzen zu schaffen. Scheerer: »Die Baumreihe, die auf das DGH zuläuft, kommt weg, wird aber ersetzt.« Die Verwaltung plant, Sommerlinden, Gehölze und Stauden zu setzen. Zudem finde man rund um das Gebäude ein Sammelsurium an unterschiedlichen Pflasterungen vor. Die verschiedenen Betonsteinbeläge sollen roten Pflasterklinkern weichen, mit denen die Flächen einheitlich gestaltet werden. Außerdem soll der Zugang zur Küche vereinfacht werden. Die Stufen vor der seitlichen Außentür sollen entfernt und eine Rampe installiert werden. »Dann können Lebensmittel auch mit der Sackkarre angeliefert werden«, sagt Scheerer. Für die Baumaßnahmen rund um das DGH hofft die Gemeinde auf einen Landeszuschuss in Höhe von 114.000 Euro.

Bei der Sanierung des historischen Spritzenhauses (Scheerer: »ein ortsbildprägendes Denkmal«) kommen im Idealfall gut 90.000 Euro vom Ministerium von Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW. Erbaut wurde das Gerätehaus mit Schlauchturm über dem Torgiebel 1914, renoviert 1990. Im hinteren Teil des Gebäudes befand sich einst eine Arrestzelle zur kurzfristigen Unterbringung von Straftätern oder von Tunichtguten, wie Scheerer es charmant formuliert. Er sagt, das Feuerwehrhaus sei innen relativ gut erhalten. Probleme sind an der Fassade erkennbar, wo der Putz abblättert und die Farbe abplatzt. Das zuletzt verwendete Holz ist zudem mittlerweile 30 Jahre alt – Witterungsschäden an Tür und Dach sind erkennbar. Das Dach an sich nebst Dachrinnen ist intakt. Scheerer: »1990 wurden hochwertige Ziegel verwendet.«

Die Dorfgemeinschaft überlegt derzeit, wie das alte Spritzenhaus genutzt werden könnte. »Wir tragen Ideen zusammen. Denkbar wäre zum Beispiel eine Frequentierung durch Kunst und Kultur«, sagt Scheerer.

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