Leichnam im Kreis Nienburg bei Mäharbeiten entdeckt Vermisste Hüllhorsterintot aufgefunden

Hüllhorst/Nienburg (WB). Was seit längerer Zeit befürchtet wurde, ist traurige Gewissheit. Die seit gut sechs Wochen vermisste 83-jährige Seniorin aus Bröderhausen ist tot. Gemeindearbeiter aus der Region Warmsen (Kreis Nienburg) entdeckten nach Angaben der Polizei am Montag bei Mäharbeiten entlang des Lohebachs zwischen Großenvörde und Jenhorst in einem wasserführenden Graben einen leblosen Körper.

Die 83-Jährige war auch mit dem Polizeihubschrauber gesucht worden.
Die 83-Jährige war auch mit dem Polizeihubschrauber gesucht worden. Foto: Louis Ruthe

Ermittlungen der hinzugerufenen Tatortgruppe der Polizei Nienburg ergaben, dass es sich bei dem augenscheinlich dort seit längerer Zeit liegenden Leichnam um die seit 44 Tagen vermisste Hüllhorsterin handelt. Aktuell liegen der Polizei keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Verden hat – wie in solchen Fällen üblich – eine Obduktion angeordnet, die von Gerichtsmedizinern in den kommenden Tagen vorgenommen wird.

Angehörige hatten bei der Erstattung der Vermisstenanzeige angegeben, die 83-Jährige letztmalig am Samstag, 6. Juli, lebend angetroffen zu haben. Da auch das silberfarbene Fahrrad der Frau nicht mehr zu Hause stand, ging man davon aus, dass die Vermisste mit dem Rad unterwegs war. Dieses Rad wurde nach Angaben der niedersächsischen Beamten allerdings bisher nicht am Fundort entdeckt.

Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Dennoch liegt für die Ermittler die Vermutung nahe, dass die 83-Jährige die etwa 35 Kilometer von ihrem Wohnort bis in den Raum Warmsen wahrscheinlich mit dem Rad zurückgelegt haben dürfte. Ob die Frau eventuell auf direktem Weg dort hinfuhr oder sich womöglich verirrte, sei ebenso unklar wie die Frage, wann dies geschah, so die Polizei.

Nach dem Bekanntwerden des Vermisstenfalls startete die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke eine groß angelegte Suchaktion und wandte sich gleichzeitig mit einem Foto der 83-Jährigen an die Öffentlichkeit. Heimische Beamte sowie Einsatzkräfte einer Hundertschaft durchkämmten in den folgenden Tagen große Teile von Bröderhausen. Zudem unterstützten die Besatzung eines Polizeihubschraubers sowie ein speziell ausgebildeter Suchhund die Aktion. Eine Spur der Vermissten ergab sich aber letztlich bis zur Nachricht am Montag nicht.

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